Mit Securitate durch junges Personal gebrochen

SRI-Chef Hellvig vor Masterstudenten in Temeswar

Samstag, 07. Oktober 2017

Temeswar (ADZ) - Zur Eröffnung des Masterstudiengangs für Globale Sicherheit war Eduard Hellvig, der Chef des Inlandssicherheitsdienstes SRI, als Festredner an die Westuniversität Temeswar eingeladen. Hellwig definierte hier die „Mission“ des Inlandsgeheimdienstes als „moderner Nachrichtendienst, der qualitätsvolle Informationen liefern muss als Garantie für die Sicherheit der Bevölkerung“.

Auch versicherte er, dass unter seiner Leitung der SRI „definitiv mit der Vergangenheit gebrochen“ habe, durch das vollständige Ersetzen seines Personals durch junge Leute.

Man habe in den internen Gremien des SRI entschieden, alle Dokumente von gut 30 Jahren zurückliegenden, in der Öffentlichkeit noch immer ungeklärten Fällen zugänglich zu machen, in erster Linie zum Mord am Bukarester Regimegegner Gheorghe Ursu und über die Umstände der Unterdrückung der Revolte von Kronstadt 1987. Die betreffenden Dokumente werden dem Securitatearchiv CNSAS überantwortet und können eingesehen werden. Auch sonst werde man in den kommenden Monaten die SRI-Archive durchforsten und alles gesetzlich Mögliche öffentlich zugänglich machen.

Kommentare zu diesem Artikel

Christoph, 09.10 2017, 20:40
Ersatz durch junges Personal reicht nicht. Jeder Dienst, der im Verborgenen arbeitet und sich der Kontrolle entziehen kann, ist anfällig für Korruption und Verbrechen. Man kann das auch gut an den drei deutschen Geheimdiensten sehen: von Rechtsradikalen unterwandert, immer wieder in Verbrechen verwickelt. Trotzdem kann niemand etwas dagegen tun, weil die parlamentarische Kontrolle versagt. Geheimdienste sind ein Relikt düsterer alter Zeiten und gehören abgeschafft.

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