Mitgliederversammlung des Wirtschaftsclubs

Die erste Versammlung in den neuen Räumen des DWS hatte viel zu bieten

Freitag, 01. Juli 2016

Erstmalig tagte die Mitgliederversammlung des DWS in dessen neuen Räumen und in Anwesenheit des Österrei-chischen Business Circle.
Foto: Vlad Popa

Hermannstadt – Die Mitgliederversammlung des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) fand vergangenen Mittwochabend erstmalig in den neuen Räumlichkeiten des DWS in der Fleischergasse/Mitropoliei und ebenfalls erstmalig mit Beteiligung des Österreichischen Business Circle statt. Anwesend waren zu diesem Anlass der Wirtschaftsdelegierte der Österreichischen Botschaft in Bukarest, Rudolf Lukawski, die Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt/Sibiu, Judith Urban, sowie Andreas Huber, der Österreichische Honorarkonsul in Hermannstadt.

Nach der Begrüßung der Mitglieder und der Gäste durch den DWS-Vorsitzenden Jürgen Schmidt wurde zur Tagesordnung übergegangen und gleich zwei neue Mitglieder des Clubs bekamen die Gelegenheit, sich vorzustellen. Den Beginn machte Eva Hegedüs-Brown, die Vertreterin der in Bukarest ansässigen Anwaltskanzlei Schönherr. Die 2007 der Österreichischen und 2009 der Rumänischen Anwaltskammer beigetretene Rechtsanwältin bot eine Vorstellung der 1950 von Fritz Schönherr gegründeten Rechtsanwaltskanzlei, deren erste Auslandsniederlassung 1996 in Rumänien eröffnet wurde. Das Bu-karester Büro beschäftigt zurzeit rund 50 Anwälte, womit der Standort nach dem Hauptsitz in Wien das größte Auslandsbüro Schönherrs ist. Die Kanzlei verfügt über rund 570 Mitarbeiter und 14 Niederlassungen in Zentral- und Osteuropa, darunter in Brüssel, Kroatien, Slowenien, Serbien, Bulgarien, Ungarn der Türkei, der Republik Moldau oder der Tschechischen Republik.

Einige Tätigkeitsbereiche der Kanzlei sind Bank- und Finanzwesen, EU&Wettbe-werb, Versicherungen, IP, IT & Life Sciences, neue Technologien, Immobilien oder Steuern. Die zweite Vorstellung bot Dr. Tilman Kühn, der Geschäftsführer des DWS-Neumitgliedes Vaxxinova GmbH. Das Unternehmen verfügt über eine Erfahrung von mehr als 20 Jahren in der Forschung, Entwicklung, Herstellung und Anwendung von autogenen Impfstoffen im veterinären Bereich, insbesondere für Geflügel und Schweine, und bietet Beratung für Tierärzte, Tierhalter und Labore. Über Niederlassungen verfügt die Vaxxinova in Bremen, Cuxhaven, Münster, Leipzig und seit Mittwoch auch in Hermannstadt.
Auf der Tagesordnung folgte sodann eine Präsentation der Fluggesellschaft Lufthansa, deren Vertreter Viorel Nica eine Kurzvorstellung der Tätigkeit des Großunternehmens bot.

Anschließend sprach der Österreichische Wirtschaftsdelegierte Rudolf Lukawski zum Thema der dualen Ausbildung in Rumänien. Beson-ders ging er auf die Bedeutung der beruflichen Ausbildung für die niedrige Arbeitslosenrate speziell unter den Jugendlichen ein. Auch hob er hervor, dass in den vergangenen Jahren ein Schwerpunkt nur auf die universitäre und schulische Ausbildung gelegt wurde und viel zu wenig auf den Bereich der Facharbeiterausbildung. „Es geht nicht nur um eine spezielle Branche, wo Fachleute benötigt werden, die Vorzüge einer Berufsausbildung sollten den jungen Menschen besser vermittelt werden. Nur die österreichischen Unternehmen bieten rund 100.000 Jobs an“, so der Wirtschaftsdelegierte Lukawski. Als Probleme im Bereich sprach er die ständig wechselnde Gesetzgebung im Bereich an oder das Fehlen des klaren Bekenntnisses zur dualen Ausbildung von Seiten des Staates. Im Anschluss an die Vorstellung hatten die Anwesenden die Gelegeheit, sich zu den Tagesordnungspunkten weiter auszutauschen.

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