Mitmachen in unserer bunten Gemeinde

Die Honterusgemeinde feierte in der Blumenau ihr Fest

Freitag, 16. September 2016

Eine bunte Kirchengemeinde kann man auch so verdeutlichen.

Das Bemalen der kleinen Holzkreuze bereitete viel Freude.
Fotos: Ralf Sudrigian

Viele bunte Handabdrücke mit den dazu gehörenden Unterschriften auf einer weißen Tafel an einem der Tore des Blumenauer Altenheimes werden auch an das Gemeindefest 2016 der Kronstädter Honterusgemeinde erinnern. Es ist eine originelle Alternative zu einem der üblichen Gruppenfotos, das sowieso nicht alle der rund 200 Gemeindeglieder erfasst hätte, die sich an diesem sommerlichen Sonntag für die Teilnahme an ihrem Fest entschieden hatten.

Das Thema lautete „Lebendige Gemeinde: Mittendrin statt nur dabei“. In dem dem Fest vorangegangenem Gottesdienst in der Blumenauer Kirche hatte Stadtpfarrer Christian Plajer dazu Bezug genommen. Er sprach die Einladung aus, gleichzeitig auch als Aufruf gedacht, die Honterusgemeinde als lebendige Gemeinde zu gestalten. Das setze voraus mitzumachen, Meinungen zu äußern, sich ins Gemeindeleben einzubinden, auch ehrenamtlich tätig zu sein. Dabei müsse der Glaube das Wesentliche sein und stets im Mittelpunkt bleiben und auch umgesetzt werden; der Gottesdienst könne nicht nur zur Sache eines Pfarrers oder einer Pfarrerin herabgestuft werden.

Der Gottesdienst in der vollen Blumenauer Kirche war voller Leben: Ein Kinder-Instrumentaltrio bot einleitend gemeinsam mit Kurt Philippi eine Sonatine von Paul Richter; das Eingangslied war diesmal ein passendes Kinderlied, gemeinsam gesungen mit der Kindergartengruppe und den Kindergärtnerinnen des evangelischen Kindergartens. Danach verließen sie den Kirchenraum für ihren Kindergottesdienst in einem Nebenraum. In der Kirche hielt Presbyterin Ortrun Mahl die Schriftlesung. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Eckhart Schlandt und Cristina Radu (Sopran) von der Kronstädter Oper. Im Laufe des Gottesdienstes stellten sich Kira Bredow und Ellen Kuhn vor, beide aus Deutschland kommend, die für ein Jahr als Freiwillige im diakonischen Bereich, bzw. im Kindergarten mitwirken werden – eine Bereicherung für das Gemeindeleben, die es bereits seit 14 Jahren gibt, als mit Kristin Kopf (auch sie beim Fest anwesend) die erste Freiwillige da eintraf. Die beiden Freiwilligen wurden von Pfarrer Christian Plajer eingesegnet. Für jene Gemeindeglieder und Gäste, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, gab es eine rumänische Übersetzung, die auf einem Bildschirm simultan mitverfolgt werden konnte, sowie deutsch-rumänische Gesangbücher.

Auf dem Gelände des benachbarten Altenheimes folgte anschließend das Gemeindefest. Mitmachen konnte man nicht nur an der „Hand-Eintragung“ auf die „Unsere bunte Gemeinde“ betitelte Tafel, die bald auch in der Schwarzen Kirche zu sehen sein wird, sondern auch an zwei Tischen, wo gebastelt und gemalt wurde. Vor allem Kinder und Jugendliche hatten ihre Freude an dem Anfertigen und anschließendem Bemalen von kleinen Kreuzen aus Sperrholz oder an dem Herstellen von Lutherrosen.

Dabei lernte man spielend etwas über die Symbole der Farben und Elemente dieses Zeichens. Weil überraschend viele Kinder auf dem Hof und den Grünflächen des Altenheimes anzutreffen waren, wurde auch viel und fröhlich gespielt. Dabei konnte man neuere, wie auch nicht so neue Spiele mitverfolgen, letztere von den älteren Generationen den jüngeren erläutert. Mit Sicherheit hat es den Kleinsten aus der Gemeinde, bei dem schönen Wetter und zusammen mit ihren Spielgenossen und von Eltern oder Großeltern begleitet, sehr gut gefallen – vielleicht sogar besser als manches Computerspiel.

Ein im Würstchen-Grillen gut trainiertes und eingespieltes Team junger Erwachsener hatte inzwischen im Schatten der großen Platane volle Arbeit geleistet, so dass genügend „Mici“ zusammen mit zwei anderen Wurst-Sortimenten und einem Kartoffelsalat zum gemeinsamen Mittagessen aufgetischt werden konnten.

Nachher folgte, bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, eine gemütliche Zeit mit Gesprächen unter Freunden und Bekannten, so wie sie bei einem Gemeindefest auch erwartet werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*