Mittel für Roma im Wahlkampf 2012 eingesetzt?

Donnerstag, 10. März 2016

Bukarest (ADZ) - Nicolae Păun, der wegen Fördermittelbetrugs strafverfolgte Abgeordnete der Roma-Partei „Pro Europa“, bleibt in U-Haft – das Oberste Gericht lehnte am Dienstag dessen Einspruch und Antrag auf eine mildere verfahrenssichernde Ermittlungsmaßnahme ab. Wie die Medien zudem unter Berufung auf dem Verfahren nahestehende Kreise berichteten, soll Păun bei der DNA inzwischen auch zu Protokoll gegeben haben, dass Teile der 2012 für die Roma-Minderheit anberaumten Haushaltsmittel in lokale Wahlkämpfe  geflossen sind – und zwar in den Kreisen Gorj und Constanţa, wo die Abgeordneten Victor Ponta und Mădălin Voicu (beide PSD) für eine weitere Amtszeit antraten.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 10.03 2016, 14:16
Tourist-am 12.2./15.2./24.2. gab es hier unter Inland diverse Beiträge,die Dir evtl. weiterhelfen.
Ottmar, 10.03 2016, 11:50
Da gibt es sicher eine saubere Buchführung mit Belegen bzw. Banktransaktionsbelegen, wo man das ganze solide Nachvollziehen kann. Oder bin ich hier ein bisschen zu naiv. Sollte es so etwas nicht geben dann ist der Verdacht dass Gelder in private Taschen geflossen sind zu 100% bestätigt.
Kritiker, 10.03 2016, 11:39
@Tourist - es ist schon richtig, dass es noch schlimmer gewesen wäre, wenn ein Funktionär das Geld in die eigene Tasche gesteckt hätte. Aber trotzdem bleibt die zweckentfremdende Verwendung von Fördergelder eine Gaunerei, die man keinesfalls verniedlichen sollte. Das sind die vollkommen falschen Gedankengänge!
Tourist, 10.03 2016, 08:38
wenn das keine zweckgebundenen Gelder waren (etwa für ein bestimmtes Sozialprojekt, etc.), sondern allgemeine Fördermittel für die Roma-Organisationen, dann können die damit machen was sie wollen. Und die Finanzierung von politischer Tätigkeit ist ja nichts Verwerfliches. Schlimmer wäre es, wenn ein Funktionär das Geld in die eigene Tasche steckt. Das wird aber gar nicht einmal behauptet.

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