Mittelalterliche Wehranlagen in der Sammlung Emil Fischer

Mittelalterliche Wehranlagen in der Sammlung Emil Fischer

Sonntag, 11. August 2013

Die Ausstellung kann täglich zwischen 10 und 18 Uhr (außer montags) bis Ende August besichtigt werden.

In diesem Sommer kann im Kronstädter Geschichtsmuseum am Alten Marktplatz der zweite Teil einer Ausstellung mit Fotografien von Emil Fischer über siebenbürgische Wehranlagen besichtigt werden. Nachdem in der ersten Ausstellung vor rund einem Jahr vor allem die Kirchenburgen in Tartlau/Prejmer und Honigberg/Hărman, sowie Kronstadt/Braşov und die Burgen von Rosenau/Râşnov und Reps/Rupea zu sehen waren, sind nun die mittelalterlichen Wehrbauten aus Hermannstadt/Sibiu, Schäßburg/Sighi{oara, Mediasch/Mediaş und Karlsburg/Alba Iulia sowie zwei Schlösser (Törzburg/Bran und Eisenstadt/Hunedoara), so wie sie Emil Fischer vor allem in der Zwischenkriegszeit fotografieren konnte, Thema der Ausstellung.

Die Ausstellung, die dem Geschichtsmuseum „Altemberger Haus“ des Hermannstädter Nationalmuseum Brukenthal zu verdanken ist, wurde von dem Kronstädter Geschichtsmuseums-Direktor Dr. Radu Ştefănescu und von Ausstellungskurator Dr. Dan Ivănuş eröffnet. Die Schwarzweiß-Fotos sind Kopien einiger der rund 8000 Glasplatten-Negativen aus der Sammlung „Emil Fischer“ des Hermannstädter Museums. Sie entstanden im Zeitraum 1918-1950 und haben heute neben ihrem künstlerischen auch einen hohen dokumentarischen Wert, vor allem wenn es um jene Wehr- und Wachtürme und Basteien geht, die inzwischen abgerissen wurden oder um jene bei denen Restaurierungen anstehen.

Erwähnt wurde die Rolle dieser Anlagen in der Verteidigungssicherung vor feindlichen Angriffen – eine Aufgabe, die den Zünften zukam. Was nicht hervorgehoben wurde (wahrscheinlich gilt es inzwischen als allgemein bekannt), ist die Tatsache, dass diese Zünfte  von den Siebenbürger Sachsen gegründet wurden.

Leider bleibt der bereits vor einem Jahr in Aussicht gestellten Katalog mit den Mittelalter-Wehranlagenfotos von Emil Fischer weiterhin im Projektstadium. Es handle sich eben um „ein finanzielles Unternehmen“, sagte Dr. Ştefănescu, und in diesem Bereich sind die beiden Museen aus Hermannstadt und Kronstadt einfach überfordert.

Der Kronstädter Geschichtsmuseumsdirektor hatte auch eine gute Neuigkeit für Journalisten und Vernissage-Teilnehmer bereit: in nicht zu ferner Zukunft soll eine Ausstellung mit Fotos von Karl Lehmann gezeigt werden, die in den frühen 1980er Jahren vom Kronstädter Museum erworben werden konnten.

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