Modernes Schwimmzentrum in Gilad

Grenzüberschreitendes EU-Projekt mit Smederevo

Freitag, 31. März 2017

Temeswar - Ein unerhoffter Lichtblick für eine etwas abgelegene Banater Gemeinde im Süden des Kreises Temesch: Als eine besondere, derzeit wohl die einzige Entwicklungschance der Temescher Gemeinde Gilad/Ghilad entpuppte sich die schon seit Jahren gutgehende Kooperation mit der serbischen Partnergemeinde Smederevo. Vor Kurzem genehmigte die EU eine Finanzierung von 400.000 Euro für ein gemeinsames EU-Projekt Gilad-Smederevo zum Bau eines olympischen Schwimmbeckens in der serbischen Ortschaft und eines modernen Schwimmzentrums in der Temescher Gemeinde. Laut Bürgermeister Cornel Guran hat die Gemeindeverwaltung schon ein freies Gelände von 7000 Quadratmetern an der Ortseinfahrt für dieses Projekt bereitgestellt und wird auch baldigst einen Vertrag für den Bau von zwei Schwimmbecken unterzeichnen. Als Baufrist steht der Herbst 2018 schon fest. Als positives Beispiel hatte die Gilader Kommunalverwaltung nicht nur die Einrichtung solcher Schwimmzentren selbst in den kleinen ländlichen Ortschaften im Westen Europas veranlasst, sondern auch die Kette von Schwimmzentren und Aquaparks, die in den letzten zwei Jahrzehnten in Ungarn vornehmlich mittels vorteilhafter EU-Projekte entstanden ist. Ein derartiges Schwimmzentrum, leider noch eine Rarität im Banat und auch im Kreis Temesch, könnte jedoch auch zu einem Ansporn für andere Temescher Gemeindeverwaltungen in den Bestrebungen zur wirtschaftlichen und touristischen Förderung der ländlichen Ortschaften werden. Die Gemeinde Gilad, sieben Kilometer von der Kleinstadt Tschakowa, jedoch 39 Kilometer von der Kreishauptstadt Temeswar entfernt, im Süden des Landkreises gelegen, zählt gemeinsam mit der eingemeindeten Ortschaft Gad nur 1831 Einwohner. Gilad, eine der kleinen und isolierten Gemeinden auf Kreisebene, gehört zu den ältesten Ortschaften des Banats (dok. Attest 1212). 1721 wurde die erste deutsche Ansiedlung verzeichnet, es folgten in den nächsten Jahren weitere Ansiedlungen mit deutschen und ungarischen Familien. Gilad erhielt erst 2002 wieder seinen Gemeindestatus, durch die Abtrennung von der Kleinstadt Tschakowa.


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