Moldauischer Premier Filip ersucht um Finanzhilfen

Dacian Cioloş macht Geld von Reformen abhängig

Donnerstag, 28. Januar 2016

Der neue moldauische Regierungschef Pavel Filip (links im Bild) hat angesichts der drohenden Zahlungsunfähigkeit des Nachbarlandes seinen rumänischen Amtskollegen Dacian Cioloş um Unterstützung gebeten.
Foto: Mediafax

Bukarest (ADZ) - Bloß wenige Tage nach seiner Bestätigung hat der moldauische Premier Pavel Filip (PDM) am Dienstag seinen Antrittsbesuch in Bukarest absolviert. In Gesprächen mit Regierungschef Dacian Cioloş und Präsident Klaus Johannis verwies Filip auf die drohende Zahlungsunfähigkeit seines Landes sowie auf die vor allem von der prorussischen Opposition organisierten Straßenproteste der letzten Tage und bezeichnete sein Kabinett als „letzte Chance“ für die aktuelle politische Klasse.

Die Moldau sei zutiefst krisengebeutelt, sie leide nicht nur finanziell, sondern auch unter einer Wirtschafts-, sozialen sowie politischen Krise, sagte Filip, der die rumänischen Behörden in „dieser schwierigen Lage“ um Unterstützung ersuchte – einen Freund erkenne man in der Not, so der moldauische Premier. Sein rumänischer Amtskollege stellte ihm daraufhin Finanzspritzen bzw. eine erste Tranche (60 Millionen Euro) des von Rumänien letzten Herbst unterzeichneten Notkredit-Abkommens in Aussicht, allerdings „nach der Umsetzung erster konkreter Maßnahmen, die den Reformwillen“ der neuen moldauischen Regierung in Chişinău unter Beweis stellen, so Cioloş. Sofern Chişinău Reformwillen an den Tag lege, werde Bukarest auch weitere Nothilfen und -projekte für „die ärmsten Bürger“ des Nachbarlandes überlegen, fügte Cioloş hinzu.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 30.01 2016, 22:05
wieder so eine PRO-europäische Regierung, die noch schlechter wirtschaftet als die moskaufreundliche
Sraffa, 28.01 2016, 18:41
Der angebliche Diebstahl dieses Devisen-Vermögens von einer Nationalbank ist für mich ohne Beispiel. Es irritiert daß dieses Thema nicht schon längst von Seiten der EU resp. von Rumänischer Seite aufgegriffen und thematisiert wurde. Hier wird der Öffentlichkeit alles Mögliche vorenthalten.
ger, 28.01 2016, 12:54
....einen Freund erkenne man in der Not, so der moldauische Premier.
....der ist frech wie OSKAR !
Wolfgang, 28.01 2016, 11:27
Eben. Wo sind die Milliarden?
Sraffa, 28.01 2016, 02:31
Nach wie vor ungeklärt ist der Verbleib des der Moldauischen Notenbank gestohlenen Devisenvermögens.

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