Moskau kritisiert Mitarbeit Rumäniens an Raketenschirm

Russland fordert deutlich zum Verzicht auf

Dienstag, 13. Oktober 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Errichtung der von der NATO koordinierten Raketenabwehr stößt in Russland weiter auf deutliche Kritik. Michail Uljanow, Leiter der dem russischen Außenministerium unterstehenden Abteilung für Rüstungskontrolle, fand am Montag deutliche Worte in Richtung Bukarest. Rumänien solle die Mitarbeit an diesem System einstellen, „solange es noch nicht zu spät ist“.  Die Stationierung der Abwehrraketen stelle eine schwere Bedrohung für die internationale Sicherheit dar und verletze die internationalen Bestimmungen zur Stationierung von Mittelstreckenraketen.

Das rumänische Außenministerium wies die Vorwürfe gestern als unbegründet zurück. Der defensive Charakter des Raketenschirms sei weithin bekannt und durch die UN-Charta sowie internationales Recht gedeckt. Die künftige Abwehr richte sich zudem nicht gegen Ziele am Boden, sondern solle feindlichem Beschuss zuvorkommen.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 14.10 2015, 15:40
das Raketenabwehrsystem widerspricht dem ABM-Vertrag von 1972, damals im Zuge der internationalen Abrüstung und dem Tauwetter unterschrieben, den Präsident George W. Bush 2002 einseitig aufgekündigt hat. Russland hält sich an Verträge, die USA nur wenn sie ihnen in den Kram passen.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*