Müllbehälter in den Wald geleert

Schüler und Umweltschützer beim Monitoring des Naturparks Eisernes Tor I

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die Umwelt ist im Mrakonia-Golf besonders vermüllt.
Foto: GEC Nera

Orawitza – Am 30. September begaben sich Umweltschützer der Orawitzaer GEC Nera mit Schülern des Aninaer „Matthias Hammer”-Lyzeums zur Monitoring-Tour in den Naturpark Eisernes Tor I. Sie wollten Aggressionen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt und den Zustand der Besucherinfrastruktur im Naturpark ins Auge zu fassen. Sie verteilten Informationsbroschüren übers korrekte, umsichtige Verhalten der Besucher in Naturparks. Auch übers Sehenswerte im besuchten Naturpark und über sein Regelwerk.

Ziele zwischen Coronini/Pescari und dem Mrakonia-Golf bei den Großen Donaukesseln Cazanele Mari und Cazanele Mici wurden besucht. Auch das darüber, in den Bergen befindliche Ciucaru Mare – Plateau und die Raststätte der Wanderer auf dem Dealu Mare Hügel an der DN 57. Sie wurde sauber vorgefunden. In den Müllkübeln war noch viel Platz. Nur: im Wald nebenan fanden sie die Spuren der geleerten Müllbehälter – und viele, viele „Wächter”. Auf der Raststätte gibt es kein ökologisches Klo. Sie nannten das mit bitterer Ironie: der „Preis” der Sauberkeit auf dem Rastplatz. Der Rastplatz wird von der Straßenadministration verwaltet, der Wald fällt in den Verantwortungsbereich der Verwaltung des Naturparks. Die Verantwortung wird von einem auf den anderen geschoben.

Das Ciucaru-Mare-Plateau, mit dem besten Ausblick auf die Großen und Kleinen Kessel der Donau, wurde vandalisiert vorgefunden. Wahrschein von „Touristen”. Und von den Viehherden und deren Hütern, die dort oben herumstreifen. Die Wanderweidewirtschaft, die hier betrieben wird, mitten im Reservat, darf nicht endlos geduldet werden, meint GEC Nera. Es gibt Alternativen für die Viehzüchter, nur nicht im Rahmen des Gewohnheitsrechts der Anwohner.

Bei der Brücke im Mrakonia-Golf, an der Donaustraße, dort, wo einer der Reichen Rumäniens den kitschigen, von Touristen sehr gern besuchten „Kopf des Decebal” aus dem Fels heraushauen ließ, ist die Vermüllung überbordend. „Welch ein Kontrast zwischen der historischen Symbolistik des Orts, geprägt von der Decebal-Statue und der Achtlosigkeit, mit der deren Umfeld vermüllt wird!” schreiben die Umweltschützer. Ihr Bericht wird allen Verantwortlichen zwecks Stellungnahme zugeschickt.

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