Mülltrennsystem bald fertig

Kreisverwaltung vermutet Schwierigkeiten bei der Umsetzung

Freitag, 07. März 2014

Kreisratsvorsitzender Cindrea (Bildmitte) besucht die neue Sortieranlage.

Die fast fertige Biomüllanlage nahe der Autobahn A1
Fotos: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Ab August 2015 soll im Kreis Hermannstadt/Sibiu ein modernes Abfalltrennsystem funktionieren. Dies kündigte auf der Pressekonferenz zum Thema „Integriertes Abfallmanagement im Kreis Hermannstadt“ der Kreisratsvorsitzende Ioan Cindrea an. Die Kreisbewohner müssen sich dann an braune (Biomüll), gelbe (Plastik und Metall), blaue (Papier und Karton) sowie grüne (Glas) Mülltonnen gewöhnen und diese auch richtig benutzen. Obwohl zumindest in der Anfangsphase keine Strafen für die Verwechslung der Farben vorgesehen sind. „Ab dem kommenden Jahr wird in allen 64 Ortschaften des Kreises, nämlich 53 Gemeinden, neun Städten und den Munizipien Mediasch und Hermannstadt, das moderne, europäische Mülltrennsystem eingeführt“, sagte Cindrea. Dafür sollen über 96.000 Mülltonnen gekauft werden.

„Die Bauarbeiten an der Sortier- und Kompostanlage in Kleinscheuern/Şura Mică beziehungsweise an der Kompostanlage in Großprobstdorf/Târnava sind zu 81 Prozent abgeschlossen“, teilte Cindrea mit. Ebenfalls fortgeschritten sind die Schließungen der meisten dem neuen Abfalltrenngesetz nicht entsprechenden Müllhalden. Die Gesamtkosten des größten Projekts im Kreis belaufen sich auf fast 100 Millionen Lei, wobei das Gros der Kosten die Europäische Union trägt. „Eine der positiven Auswirkungen des Projekt für Integriertes Abfallmanagement ist die Reduzierung des Abfallvolumens auf der Müllhalde in Großau/Cristian“, meinte Vizekreisratsvorsitzende Ioan Banciu. „Obwohl dies ein sehr wichtiges und sehr nützliches Vorhaben ist, schätzen wir, dass seine Umsetzung viel schwieriger sein wird, als die Aufbauphase“, so Banciu. Ein weiterer Vorteil der getrennten Müllsammlung soll die Verringerung der Kosten für die Bevölkerung sein, da die gesammelten Wertstoffe zusätzlichen Profit den Abfallunternehmen bringen würden, hofft Cindrea.

Beim Besuch der Sortieranlage in Kleinscheuern wurde den Journalisten das künftige System erklärt. Hierher wird der ungetrennte Hausmüll gebracht, sortiert und entsprechend verwertet. Der Biomüll wird danach zur Kompostanlage geschafft, wo er klein gehackt und auf einer offenen Plattform mit einem Belüftungs- und Befeuchtungssystem zu Humus kompostiert wird. Die Kapazität der Anlage in Kleinscheuern beträgt 16.800 und in Großprobstdorf 7800 Tonnen pro Jahr. Im Übrigen sollen allein in Kleinscheuern 80 neue Arbeitsplätze entstehen.

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