Multikultureller Museumspavillon eingeweiht

Verwaltungs-, Lager- und Ausstellungsräume sowie ein Kulturcafé untergebracht

Mittwoch, 01. Juni 2016

Über 300 Gäste nahmen an der Eröffnung des Multikulturellen Museumspavillons teil.
Foto: oradesibiu.ro

Hermannstadt – Der am Freitag eingeweihte Multikulturelle Museumspavillon, die jüngste Großinvestition des Freilichtmuseums im Jungen Wald/Pădurea Dumbrava, begrüßt seine Besucher am Haupteingang des Museums. Der Neubau beherbergt den Verwaltungssitz des Museums, das Touristeninformationszentrum, die Volkskunstgalerie und verfügt gleichzeitig über Ausstellungs- und Konferenzräume. An der feierlichen Eröffnung nahmen am Freitagmittag rund 300 Gäste teil, unter ihnen Astrid Fodor, die Hermannstädter Interims-Bürgermeisterin, Constantin Şovăială, der Interims-Kreisratsvorsitzende, Vertreter der Stadt- und Kreisverwaltung, der in Hermannstadt anwesenden Konfessionen, des Kulturministeriums, des Ministeriums für EU-Mittel, der Botschaft des Königreichs Norwegen in Rumänien sowie des Museums Sor Trondelag in Trondheim, dem Partner des Freilichtmuseums im Rahmen des Projektes.

„Der Multikulturelle Museumspavillon ist eine Lösung, welche das ASTRA-Museum dringend benötigt hat. Es ist ein Beispiel für die guten Werke, welche das Museum dem ganzen Land bietet und nicht nur. Abgesehen davon, dass für das Museum der Siebenbürgischen Zivilisation nicht nur Räumlichkeiten für dessen Lager geschaffen wurden, sondern auch Säle für temporäre und permanente Ausstellungen, haben wir nun ein Objekt, welches den Besuchern im In- und Ausland gewidmet ist und Multifunktionssäle, eine Volkskunstgalerie, Bereiche für museale Erziehung, unsere Verwaltung und ein Kulturcafé beherbergt. (…) Unsere Pflicht ist es nun, die nachhaltigsten Strategien zu ermitteln, um die traditionellen Handwerker zu unterstützen. Das traditionelle Handwerk wird verschwinden, wenn wir es nicht nachhaltig fördern, einen Markt dafür bieten, Geschäfte eröffnen, in denen sie ihre Ware ausstellen können und sie durch eine eigene Gesetzgebung schützen. Die Strategie des ASTRA-Museums ist es, die rumänischen Dörfer zu erhalten, unabhängig von der Ethnie. Alles, was wir zukünftig unternehmen werden, wird dem Ziel gelten, alles, was noch erhalten werden kann, zu retten, weil uns eine riesige Chance geboten wird und es von uns abhängt, wie wir sie wahrnehmen“, so Ciprian Ştefan, der Manager des Freilichtmuseums.

Der Pavillon ist Teil eines Projektes im Wert von knapp 3,5 Millionen Euro. Die nicht rückzahlbaren EU-Mittel werden, abgesehen von der Errichtung des Neubaus, für die Einführung eines komplexen Kulturprogramms verwendet. Dieses umfasst auch die Wiedererrichtung, die Konservierung und Restaurierung von 18 repräsentativen Objekten verschiedener Ethnien, die im Freilichtmuseum vertreten sind, die Entwicklung und die Werbung für die Ausstellung „Der Weg der Ethnischen Minderheiten“, die Konservierung von 2.000 Ausstellungsgegenständen des Museums sowie den Ausbau der rumänisch-norwegischen Beziehungen durch gemeinsame Forschungsvorhaben betreffend die Kulturgeschichte der ethnischen Minderheiten.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 01.06 2016, 17:01
mir gefällt das "Museum satului", ein Spaziergang dort ist einfach wunderschön. Aber ein nationalistisches Machwerk ist es schon. Alle Regionen sind dort vertreten, zwei orthodoxen Kirchen, Holzmühlen, zwei authentische Gasthäuser, aber alles nur rumänisch. Mitten in Hermannstadt. Es gibt keine sächsische Abteilung dort und auch keine ungarische. Die ASTRA-Gründer wollten der rumänischen Dorfkultur ein Denkmal setzen, aber nicht den anderen Ethnien in Siebenbürgen. Wenn da jetzt ein kleiner Gegenpol in Form eines neuen Gebäudes gesetzt wird, dann soll es nur recht sein.

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*