Musikalische Reise durch das Banat

Rumänisches Jugendblasorchester gastiert in Burgkirchen – 120 Besucher – Folklore und offenes Singen

Mittwoch, 25. Juli 2018

Foto: die Verfasserin

Burgkirchen. Einen kulturellen Leckerbissen erlebten kürzlich etwa 120 Besucher beim „Banater Kulturabend“ im großen Saal im Bürgerzentrum. Das Jugendblasorchester „Lambert Steiner“ aus Rumänien, aus der Stadt Sanktanna im Banat, spielte auf. Veranstalter war die Gemeinde Burgkirchen in Zusammenarbeit mit der Burgkirchner „Altenhilfe Großsanktnikolaus“ mit Vorsitzendem Johann Schüssler. Zugegen waren auch der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Peter-Dietmar Leber mit Ehefrau Hiltrud, und Josef Lutz, der stellvertretende Vorsitzende von St. Gerhards-Werk mit Sitz in Stuttgart.

„Fanfare Romania“ ist auf den Bannern an den Notenständern zu lesen. Im Jahr 2013 wurde die Jugendblaskapelle „Lambert Steiner“ in Sanktanna im Kreis Arad (Rumänien) gegründet. Der Name erinnert an den gleichnamigen Kapellmeister, der von 1837 bis 1914 lebte und als Kulturvermittler in die Geschichte einging. Es ist eine kommunale Blaskapelle mit finanzieller Unterstützung von verschiedenen Institutionen. Derzeit spielen 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 17 Jahren in der Gruppe. Sie gehören verschiedenen Konfessionen und Nationalitäten an – deutsch, ungarisch und rumänisch.

In seiner Begrüßung brachte Bürgermeister Johann Krichenbauer seine Freude zum Ausdruck, ein Orchester aus dem Banat mit vielen jungen Menschen begrüßen zu können. Burgkirchen pflege enge Kontakte nach Rumänien zur Partnerstadt Großsanktnikolaus im Banat. Dort habe er bei einem Besuch vor ein paar Jahren den Bundesvorsitzenden Leber kennengelernt. „Viele Spätaussiedler aus dem Banat haben in Burgkirchen eine neue Heimat gefunden“, sagte Krichenbauer. Peter Leber dankte Bürgermeister Krichenbauer, dass die jungen Musiker im Rahmen der Donauschwaben-Wallfahrt die Gelegenheit erhielten, auf der großen Bühne in Burgkirchen aufzutreten. Es sei gut, dass die Gemeinde enge Beziehungen mit dem Banat aufgebaut habe. „Es ist ein Netzwerk entstanden, das trägt. Es findet in der Musik eine Fortsetzung“, sagte er. Die unterhaltsame und informative Moderation des Kulturabends lag in den Händen von Anton Bleiziffer, der Musik- und Kulturbotschafter der Banater Schwaben. Die Blaskapelle mit Dirigent Dan Miculit habe in kurzer Zeit viel erreicht. Die Gruppe habe viele Auftritte in Rumänien, in Deutschland sei es der zweite Besuch, so Bleiziffer.

Das Repertoire umfasst Marsch, Polka, Walzer, Volksmusik und Kirchenmusik. Zu hören waren u.a. die Jugendlustpolka, Liebeswalzer, Kirchweih-Polka, Donauwellen-Walzer und ein bulgarischer Marsch. Es gab Folklore mit Tanz und Solo-Gesang und zwischendurch brachte der Moderator mit seinem Akkordeon eine musikalische Reise durch das multikulturelle Banat zu Gehör. „Musik aus alten Zeiten soll man immer begleiten“, sagte er.

 

Redaktionelle Anpassung für die BZ, Siegfried Thiel

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