Muss Rumänien doch mehr Flüchtlinge aufnehmen?

Oberster Verteidigungsrat erörtert die Möglichkeit

Samstag, 19. September 2015

Symbolfoto: freeimages.com

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Auf der Tagesordnung des Obersten Verteidigungsrats (CSAT) stand Donnerstag auch das Flüchtlingsproblem. Dazu erklärte Staatspräsident Klaus Johannis, dass Rumänien zwar weiterhin auf seinem Standpunkt bestehe, dass das Land die bisher angekündigte Anzahl (1785 Flüchtlinge) aufnehmen könne, auf der Sitzung des Obersten Verteidigungsrats habe man aber auch die Möglichkeit erörtert, dass die Europäische Union von Rumänien verlangt, eine höhere Anzahl aufzunehmen.

Für diesen Fall, sagte Johannis, habe man die Variante durchgesprochen, dass europäische Fonds genutzt werden sollen, um die vorhandenen Aufnahmekapazitäten auszubauen oder – im Extremfall – weitere Zentren zu errichten. Eine Entscheidung wird nächste Woche der Rat der Innenminister treffen, nachdem das Europäische Parlament Donnerstag die Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen beschlossen hat. Rumänien werde sich auf der Sitzung des Innenministerrats nach wie vor gegen die Pflichtquoten aussprechen.

Gleichzeitig hält die rumänische Regierung das Vorhaben Ungarns, wegen der Flüchtlinge einen Grenzzaun zu Rumänien zu errichten, als „unvereinbar mit den Normen der Europäischen Union“. Auch Verteidigungsminister Mircea Du{a betont, es sei nicht normal, dass man einen Stacheldrahtzaun zwischen zwei EU-Staaten baut, die dazu noch gemeinsam ein NATO-Friedensbataillon betreiben.

Kommentare zu diesem Artikel

An3, 24.09 2015, 14:20
@giftschlange
Der Unterschied zwischen den aus Rumänien ausgewanderten Rumänen und den Flüchtlingen von heute besteht darin, dass die Rumänen dort, wo sie sich niederließen, sehr wohl arbeiten und arbeiten wollen. Die Rumänen waren im engen Sinne des Wortes keinesfalls Wirtschaftsflüchtlinge. Sie gingen voll (oder weniger voll) legal in die anderen europäischen Staaten.
Die in die EU kommenden Flüchtlinge werden keine Arbeitsgenehmigung bekommen. Weil die Vorschriften so sind.
Die ausgewanderten Rumänen lern(t)en die Sprache des (Gast)landes. Den heutigen Flüchtlingen wird in Deutschland z.B. diese Möglichkeit nicht einmal geboten, solange sie kein gültiges Aufenthaltsrecht besitzen.

Eine "moralische Schuld/Pflicht" hat rumänische Regierung in erster Linie vor den eigenen Bürgern, denen es viel zu oft schlechter geht als den meisten Flüchtlingen.
Norbert, 23.09 2015, 21:59
Ob das Kakaland einen Flüchtling aufnimmt oder nicht....die Leute leben schlechter in Rumänien als wenn sie in Syrien bleiben wüden..In Deutschland interresiert das keinen was Rumänien macht.Die können es halt nicht.Wie soll dort ein Flüchtling bleiben wenn er auf Rumänen trifft die Millionefach das Land verlassen..Rumäniewn gehört nicht in die EU..Das ist die Antwort.Kein Flüchtling wilol nach Rumänien..
Ottmar, 23.09 2015, 10:43
Jetzt ist es amtlich. Rumänien gehört zu den Ländern die sich weigern Kriegsflüchtlinge aufzunehmen. Es ist das erste mal hier in dem Forum dass ich Helmut recht geben muss. Ein Land das sogar Moldawiern gegen Bezahlung die Staatsbürgerschaft gibt damit diese in Deutschland arbeiten können hat nichts von dem sozialen Gedanken einer Gemeinschaft gelernt. 3 Millionen Rumänen sind seit 1990 ausgewandert somit wäre genügend Platz für 6000 Flüchtlinge vorhanden. Diese Sozialschmarotzer aus Rumänien weigern sich aber Flüchtlinge aus humanitären gründen aufzunehmen. Mir graust vor jedem Rumänen. Mein Credo schmeißt 3 Millionen Rumänen aus Mitteleuropa raus dann ist genügend Platz für Kriegsflüchtlinge in Deutschland, Spanien Frankreich.... So ein Land hat in der EU nichts zu suchen und wird niemals ein Schengenmitglied werden.
Manfred, 21.09 2015, 21:42
Der Ansatz ist falsch!Was passiert mit den Flüchtlingen,welche es ablehnen,in einem sicheren zugewiesenen EU-Land zu leben?Bevor diese Frage von der EU nicht beantwortet wird,ist RO diesbezüglich sorgenfrei.
giftschlange, 20.09 2015, 19:26
Ist auch an der Zeit, der Ioannis hat dies ja grosspurig in Brüssel von anderen verlangt.Jetzt soll auch Rumänien endlich seinen Beitrag leisten.Millionen RumänenInnen wurden einst als Wirtschaftsflüchtlinge in anderen Ländern aufgenommen.Rumänien hat gegenüber von Mördern bedrohten Menschen(sind keine Wirtschaftsflüchtlinge)
eine moralischeSchuld/Plicht zu begleichen.
Norbert, 20.09 2015, 12:28
Ein Flüchtling in Rumänien der geht freiwilig wieder zurück und gibt Rumänien noch Geld dafür das er sich geirrt hat und bittet um Entschuldigung...Wer will nach Rumänien ????
Niemand ....Vielleicht Drogenhändler Menschenschmuggler Dealer Zuhälter...Menschen die Erfahrung suchen wie man Friedhöfe in Europa beklaut ..Wie man Metall klaut..wie man sozialhilfe erschleicht..Genau die werden sich in Rumänien Rat holen..Das politische Rumänien ist kein Ort wo man seine Zukunft sieht..wo man seine Kinder in die Schule schickt..Das ist Wer will schon in so ein Land ..wo wenn man die Sprache lernt..In den Zeitungen nur vom klauen und stehlen ließt...
Tourist, 19.09 2015, 23:50
ja, Rumänien muss. Und keine europäischen Fonds, aus eigener Tasche bitte! Ein wenig Multi-Kulti würde Rumänien gar nicht schaden. Dann würden auch die autochthonen ethnischen Gruppen enger zusammen rücken und merken, dass sie sich ja eigentlich eh lieb haben, sobald sie mit Leuten aus ganz anderen Kulturkreisen konfrontiert sind.

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