MwSt.-Bankkonten sollen für Firmen verpflichtend werden

Unternehmerverbände kritisieren Maßnahme

Sonntag, 13. August 2017

Bukarest (ADZ) - Um die Steuerhinterziehung bei der Mehrwertsteuer (MwSt.) einzudämmen, will die rumänische Regierung beginnend mit dem kommendem Herbst Unternehmen verpflichten, ein getrenntes Bankkonto für die Einnahme und Abführung der Mehrwertsteuer anzulegen. Auf das Geld in diesem Bankkonto würden Firmen grundsätzlich für andere Zwecke nicht zugreifen dürfen. Laut einem Gesetzesentwurf der Regierung soll die Maßnahme beginnend mit dem 1. September zunächst freiwillig sein und bereits ab 1. Oktober verpflichtend werden. Premier Mihai Tudose hat in Folge mehrerer kritischer Reaktionen erklärt, die Maßnahme würde erst ab 1. Januar 2018 obligatorisch werden. Mehrere Unternehmerverbände haben im Laufe der Woche die Maßnahme scharf kritisiert. Die Einführung eines derartigen Bankkontos würde den Cashflow vieler Unternehmen stark erschweren. Außerdem seien hohe Geldstrafen selbst für versehentliche Zahlungsfehler vorgesehen. Laut der Unternehmensberatung PwC sei ein ähnliches, allerdings freiwilliges System in Polen im Gespräch und in Italien würden nur in einigen Wirtschaftsbereichen MwSt.-Bankkonten existieren. Rumänien wäre damit EU-weit ein Ausnahmefall.

Kommentare zu diesem Artikel

Klaus, 13.08 2017, 17:41
Es gab im lande der germanen vor ca. 500 jahreneinen schalk mit namen Till Eulenspiegel.- Der würde der regierung und den ideen gebern den spiegel vorhalten und sich vor lauter lachen nicht mehr einkriegen.--Da würde sich nichts verändern.-Wie sagte mir bei meiner ankunft in Rumänien vor XX jahren ein kluger mann: wenn ein neues gesetz kommt wird zunächst nach einem loch gesucht um die sache zu umgehen. Moin moin
Manfred, 13.08 2017, 13:38
Da wird mal wieder das Rad neu erfunden und die ganzen schwarzen Geschäfte gehen weiter wie gehabt...

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