Nabucco-Pipeline wird nur noch halb so lang sein

Sie führt von Bulgarien nach Österreich

Mittwoch, 21. März 2012

Pipelinebau Symbolfoto: nabucco-pipeline.com

Bukarest (ADZ) - Das Nabucco-Konsortium hat vergangene Woche, laut „Financial Times“, einen veränderten Projektvorschlag für die Nabucco-Pipeline vorgelegt. Anstatt der 3900 Kilometer langen Pipeline soll das Nabucco West-Projekt nur von der bulgarisch-türkischen Grenze über Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis nach Österreich führen.
Das von BP geleitete Konsortium, welches das Shah Deniz II Projekt in Aserbaidschan entwickelt, wird Ende Juni zwischen Nabucco West und einer anderen südosteuropäischen Pipeline eine Vorentscheidung treffen, wonach zwischen dem Gewinner und der „Trans-Adriatischen-Pipeline“ gewählt werden wird. Die endgültige Entscheidung steht für Mitte nächsten Jahres an.
Das Shah Deniz II Gasfeld soll ab 2017 Erdgas liefern, wovon jährlich zehn Milliarden Kubikmeter an europäische Unternehmen und sechs Milliarden Kubikmeter an die Türkei gehen sollen. Die Nabucco-Pipeline war ursprünglich für ein Volumen von 31 Milliarden Kubikmeter jährlich ausgelegt, aber nachdem die zusätzliche Belieferung der Pipeline aus Turkmenistan, dem Irak oder dem Iran sich als schwieriger herausstellt, scheint die geplante Investition über acht Milliarden Euro immer weniger gerechtfertigt.

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