Nabucco-Projekt gescheitert

Aserbaidschanisches Gas wird nach Italien geliefert / OMV überlegt sich Pipeline vom Schwarzen Meer

Freitag, 28. Juni 2013

Bukarest (ADZ) - Das geplante Pipeline-Projekt Nabucco wird kein Gas vom aserbaidschanischen Gasfeld Shah Deniz II erhalten. Dies kündigte am Mittwoch der österreichische Mineralölkonzern OMV, federführendes Unternehmen im Nabucco-Projekt, mit. Das Gas aus Aserbaidschan wird stattdessen von der türkisch-griechichen Grenze über die Trans Adriatic Pipeline (TAP) durch Griechenland und Albanien nach Italien geleitet. Die TAP ist mit etwa 870 Kilometer Länge deutlich kürzer als die 1300 Kilometer lange Nabucco-Pipeline. Außerdem könne das Gas in Griechenland und Italien zu höheren Preisen verkauft werden.

Da die Nabucco-Pipeline, die von der türkisch-bulgarischen Grenze Gas über Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich führen sollte, nur von Shah Deniz II hätte beliefert werden sollen, gilt das Projekt nun als gescheitert. Die OMV plant unter Umständen dennoch den Bau einer eigenen Pipeline, nachdem bekannt wird, wie viel Erdgas ihr im Schwarzen Meer zur Verfügung steht. Dies werde man laut OMV-Chef Gerhard Roiss in ein- bis eineinhalb Jahren wissen.

Premier Victor Ponta erklärte laut der Nachrichtenagentur Mediafax am Donnerstagmorgen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, dass die ökonomischen Gründe verstanden werden, warum TAP Nabucco vorgezogen wurde. Rumänien solle sich nun auf andere Projekte, wie AGRI oder die Einbeziehung des aserbaidschanischen Gasunternehmens SOCAR in Investitionen in Rumänien, konzentrieren. Das Vorhaben AGRI sieht voraus, dass Gas aus Aserbaidschan über Pipelines nach Georgien zur Verflüssigung geliefert wird, von hier aus weiter per Schiff nach Rumänien gebracht wird, wo es ins bestehende Gasnetz eingespeist würde. Die Investition könnte sich auf 1,2 bis 4,5 Milliarden Euro belaufen.

Am Nabucco-Projekt waren außer der OMV noch die rumänische Transgaz, ungarische MOL, bulgarische BEH, französische GDF Suez und die türkische BOTAS beteiligt. An TAP sind die deutsche E.ON zu 15 Prozent sowie zu jeweils 42,5 Prozent die schweizerische Axpo und die norwegische Statoil – die auch beim Shah-Deniz-Konsortium dabei ist – beteiligt. Das Shah-Deniz-Konsortium wird vom britischen Öl-Riesen BP geleitet und außer der norwegischen Statoil gehören noch die aserbaidschanische SOCAR, das französische Unternehmen Total, Lukoil aus Russland, NIOC aus dem Iran und die türkische TPAO dazu. Die aserbaidschanische Staatsfirma SOCAR hat vergangene Woche auch angekündigt zwei Drittel des griechischen Gasversorgers DESFA zu übernehmen.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 03.07 2013, 19:01
@Norbert, beruhigen Sie sich und mal ganz nebenbei , die Kasachen finden auch keinen schöneren Anus als den von Ponta. Norbert, jedermann in Europa ausser Ihnen weiss, daß die Kasachen bisher exklusiv nur von den Russen gemolken wurden, die deren Gas teuer weiter an Westeuropa geliefert haben; der Großteil des Profits blieb in Russland. Dies funktioniert halt eben in Zukunft nicht mehr so einfach. Nun darf Ponta mit seinen sensiblen Molkerhänden antreten und wer kann das schon besser als die Söhne von Decebal !
Norbert, 02.07 2013, 01:47
In ein bis eineinhalb Jahren werden wir wissen wie viel Erdgas im schwarzen Meer wir finden.Und dann erobern wir den Mond. Diese Aussage treffen Leute wenn sie 2 Flaschen selbstgbrannten Schnaps gesoffen haben.Hol mir mal ne Flasche Schnaps,Flasche Schnaps.
Norbert, 02.07 2013, 01:34
Herr Skeptikus.Das Rumänen ein gespaltenes Hirn haben, das wissen wir. Seit die Rumänen im Zweiten Weltkrieg erst gegen die Russen und um dann einen Vorteil zu haben mit den Russen gegen die Deutschen kämpften ,und nix draus wurde. So denken sie auch heute noch .Es hat sich nichts verändert. Die deutschen und die Russen haben einen riesengroßen Handel miteinander.Die Russen wissen ganz genau wer das Geld hat, und was deutsche Wertarbeit ist. Von Rumänien die ihren Arsch zum versilbern jedem hinhalten von denen haben sie noch nichts gehalten. Der Staubwedel Pronto weis das. Deswegen hällt er seinen Arsch jetzt den Kasachen hin. Ich sage vorraus.Da kommt ein Tritt hinein.Nur noch halbkrimimnelle oder Kriminelle werden aus dieser Gegend sich mit Herrn Pronto verbrüdern.Schauen sie sich mal die Direktinvestitionen Rumäniens im Jahr 2012 an. Das ist so viel wie ein türkischer Kebabverkäufer in seinen Stand investiert. Die westliche Welt samt Russland China .u.sw.kommt dort nur mit kleinsen Beträgen hin.
Norbert, 02.07 2013, 01:20
in dem obigen bericht ,steht könnte,vielleicht,wenn.Das ist rumänisch auch in deutscher Sprache .Das der romanisierte Sraffa das nicht ließt ,ist völlig logisch.Sein Hirn ist rumänisch. Deswegen kommt bei ihm , wie bei fast allen rumänischen Projekten nur warme Luft raus. Holt doch mal ne Flasche Schnaps...Das ist die einzigste übersetzung vom rumänischen ins deutsche das immer stimmt.
sraffa, 29.06 2013, 19:36
Westeuropa bleibt nun weiterhin im festen Griff von Gazprom; das bissel Gas für den Club Med an der Südspitze von Italien verändert die Verhältnisse gar nicht. Aserbeidschan hat offensichtlich kein dringendes Interesse an der Verramschung seines Gas.
Norbert, 29.06 2013, 16:15
Am Nabucco Projekt steht oben im Bericht.Waren außer der OmV noch die rumänische Transgaz,ungarische Mol,bulgarische Beh, französische GdF Suez und die türkische Botas beteiligt. Das klingt für den Leser .Den deutschen Leser ,wie ein internationale Schleuserbande.Bei der neuen Linie TAp sind die deutsche EON fir dchweizerische AXPO und die norwegische Stanoil.Das klingt wie deutsche Wertarbeit. Was glauben sie .Die Leute haben die Schnauze voll .Sie wollen nix Mit
Romania und ihren Blutsbrüdern. Kapitto.. Super Angie..Den an unsere Kohle...
Norbert, 28.06 2013, 23:54
Der deutsche Leser aus Deutschland sollte je ein anderer deutscher außer mir dieses Blatt lesen,würde sagen. Das ist doch super da kommt das Gas das vorne rein kommt auch hinten raus. Würde man dies über die Nabucca linie laufen lassen wäre dies nicht der Fall. Wie hier steht würde sie über Rumänien laufwen. So viele Löcher könnte man gar nicht zu schweißen ,wie die rumänen in die Leitung bohren würden um es abzuzapfen. Allso jeder Medailie hat zwei seiten. Wir deutsche bevorzugen die wo nicht durch rumänien läuft.
Skeptikus, 28.06 2013, 13:52
Das war zu erwarten. Die Russen werden sich freuen. Europa hängt weiterhin an deren Tropf. Bleibt zu hoffen, dass die Funde im Schwarzen Meer ergiebig sind!

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