Nach Erpressungsvorwürfen: Staatssekretär entlassen

Skandal im Verkehrsministerium nach Bahnunfall

Dienstag, 14. November 2017

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Am 31. Oktober war ein mit Düngemitteln beladener Zug in Breaza (Kreis Prahova) in Brand geraten – daraufhin hatte Ninel Cercel, Staatssekretär im Verkehrsministerium, personelle Konsequenzen gefordert. Er forderte den Leiter der Regionaldirektion Kronstadt/Braşov für den Warentransport mit der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFR, Marinica Voicu, ultimativ zum Rücktritt auf. Im Gegenzug habe er ihm eine regionale Führungsposition bei einer Neuorganisation der CFR-Gütersparte zugesagt. Zudem sollte er bei einem Rücktritt von jeglicher Verantwortung für den Unfall entbunden werden. Voicu lehnte ab; zudem habe sich der Zwischenfall nicht auf dem Gebiet der Kronstädter CFR-Warentransportdirektion ereignet.

Die Nationale Antikorruptionsbehörde (DNA) vernahm Cercel am Freitag aufgrund dieser Erpressungsvorwürfe; Premierminister Mihai Tudose (PSD) enthob ihn daraufhin seines Amtes. Voicu hatte sich zuvor wiederholt gegen private Wettbewerber gestellt – auch das Düngemittelunternehmen, für das der verunglückte Zug verkehrte, hätte anderenfalls ein privates Transportunternehmen mit den Transporten beauftragt.

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