Nachwuchsakademie für eine Million Euro

Klausenburger Fußballclub will ein Leistungszentrum in der Provinz bauen

Dienstag, 17. Januar 2017

Hermannstadt – Am 6. Juli stimmte der Stadtrat von Klausenburg/Cluj-Napoca der Gründung der Vereinigung „Asociaţia Club Sportiv de Fotbal Alb-Negru al Studenţilor Clujeni“ zu. Es war die Wiedergeburt des traditionsreichen Fußballclubs Universitatea Cluj. Jahrelang hatte der Verein mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Im Juni gingen dann endgültig die Lichter aus. Die Clubführung des FC Universitatea Cluj SA verzichtete auf die Einschreibung in die dritte Liga und machte damit den Weg frei für eine „Gemeinschaftskonstruktion der wichtigsten Institutionen der Stadt“, wie es Radu Constantea, PNL-Stadtrat und erster Vorsitzender des Vereins, beschrieb. Bürgermeister Emil Boc hatte schon im Frühjahr bei Verhandlungen mit den Vereinsverantwortlichen über finanzielle Hilfen einen Neuanfang gefordert und machte eine Neugründung zur Bedingung für seine Unterstützung. Seit September spielt „U“ unter dem Namen ACSF „Alb-Negru“ al Studenţilor Clujeni in der vierten Liga. Bestehend aus ehemaligen Zweit- und Drittligaspielern eilt die Mannschaft von Sieg zu Sieg und steht nach der Hinrunde auf dem ersten Platz der Tabelle.

In dieser Woche ist Sportdirektor Ioan Ovidiu Sabău mit großen Plänen an die Öffentlichkeit getreten. Nach dem Modell der Nachwuchsakademie von Gheorghe Hagi wollen die Klausenburger ebenfalls ein Jugendleistungszentrum errichten – Kostenpunkt: rund 4,5 Millionen Lei. Gespräche mit dem Bürgermeister der Gemeinde Ciurila, 20 Kilometer südlich von Klausenburg, hat Sabău schon geführt. „Wir haben mit dem Bürgermeister gesprochen, ob er Universitatea helfen will. Wir werden wahrscheinlich ein Grundstück in der Kommune für 49 Jahre pachten.“ Schon in der Vergangenheit hatte der Fußballclub eine der besten Nachwuchsakademien des Landes. Nachdem in den letzten Jahren viele talentierte Spieler schon früh Klausenburg verlassen haben, soll nun wieder an die Vergangenheit angeknüpft werden. Sabău weiter: Es ist zwingend notwendig, dass wir diese Mindestanforderung haben. Wir sprechen von Normalität, ein Muss für jeden Verein, der Erfolg haben will. Bis zum 20. Januar werden wir einen Finanzplan aufstellen.“ Dabei zeigt sich Sabău optimistisch: „Es gibt Menschen mit großen finanziellen Möglichkeiten in der Stadt, die den Verein lieben. Klausenburg hat das Potenzial für ein Nachwuchszentrum dieser Art.“ Gemeinsam mit allen sechs staatlichen Hochschulen wird der Verein als Nichtregierungsorganisation von der Stadt geführt.

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