Nachzahlen oder arbeiten!

Reschitzas Bürgermeister legt sich mit säumigen Zahlern an

Samstag, 15. Oktober 2016

Reschitza – Als erste unter den säumigen Zahlern von Gebühren und Steuern legte sich Bürgermeister Popa mit denen an, die ihre Fahrzeugsteuer nicht entrichtet haben. Er gab ihnen eine Frist von einem Monat, das nachzuholen. „Wir haben in dieser Stadt Leute, die fünf Autos besitzen und nichts an Steuern dafür bezahlt haben. Einer schuldet glatt 80.000 Lei. Damit muss Schluss sein!”

Und Ioan Popa kündigte an, widrigenfalls gerichtlich gegen die säumigen Zahler vorzugehen und ihr Vermögen zu pfänden, gar versteigern zu lassen: „Wer sich an den Dienstleistungen der Stadt erfreut, muss spüren, dass sie etwas kosten. Und dazu sein Scherflein beitragen.” Und wer wirklich nicht zahlen kann, den will Popa im Arbeitsdienst für die Stadt sehen. Soviel, wie das Gericht bei legalen Tagessätzen im Einzelfall bestimmt.

Die nächste Gruppe säumiger Zahler, die sich Bürgermeister Popa vorgenommen hat, sind diejenigen, die ihre Geldstrafen nicht entrichten, in erster Linie die ambulanten Händler von Schmuggelzigaretten: „Von den insgesamt 8,3 Millionen Lei nicht entrichteter Geldstrafen entfallen gute 70 Prozent auf die ambulanten Zigarettenhändler. Da gibt es Personen, die stehen beim Rathaus mit zusammengenommen 300.000 Lei in der Kreide. Die Stadt hat nur Schulden und weiß weder ein noch aus - und die zahlen ganz einfach ihre Geldstrafen nicht, machen aber ungerührt weiter ihre ‘Geschäfte’! Die bitte ich zur Kasse. Sonst müssen sie für die Stadt arbeiten. Und ich versichere alle: ich bin entschlossen, bis zum bitteren Ende die Sache zu verfolgen.”

Das Rathaus Reschitza steht gegenwärtig für diverse Dienstleistungen vergangener Jahre mit acht Millionen Lei im Zahlungsrückstand, könnte aber allein aus den nichtbezahlten Fahrzeugsteuern mindestens 80 Prozent dieser Summe decken. „Insgesamt aber haben die Bürger bei uns acht bis zehnmal mehr nachzuzahlen, als wir selbst anderen gegenüber schulden”, stellte Bürgermeister Popa fest, der weiterhin hart an der finanziellen Sanierung des Rathauses arbeitet.

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