Nationale Kathedrale muss fertig gebaut werden

Finanzierung sorgt für politische Kämpfe

Mittwoch, 10. August 2016

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Nationale Kathedrale ist zu 70 Prozent fertig gebaut und hat bisher 30 Millionen Euro gekostet. Das Patriarchat der rumänisch-orthodoxen Kirche möchte den Bau in diesem Jahr zu 80 Prozent hochziehen und muss die nötige Finanzierung auftreiben. Zu diesem Zweck hat es sich u. a. an Bezirksbürgermeister als auch an das Oberbürgermeisteramt von Bukarest gewendet und um geldliche Zuwendungen angesucht. Donnerstag steht beim Bukarester Munizipalrat die Umschichtung des Haushalts 2016 an, wobei Oberbürgermeisterin Gabriela Firea (PSD) vorgeschlagen hat, für die Fortführung des Baus der Kathedrale 15 Millionen Lei zur Verfügung zu stellen. Die Renovierung des Klosters Antim soll mit 4,5 Millionen Lei unterstützt werden Diese Umschichtung kann vorgenommen werden, wenn mehr als die Hälfte der Munizipalräte dafür stimmen, einen Vorgeschmack darauf, wie das zugehen kann, bietet das Ansuchen des Patriarchats an den Bürgermeister des ersten Bezirks, 10 Millionen Lei für die Kathedrale bereitzustellen, was bis zuletzt vom Kommunalrat abgewiesen wurde. Die Union Rettet Bukarest (USB) hatte einen Kompromiss vorgeschlagen: Zwei Millionen Lei vorsehen, darüber aber die Bürger zu befragen. Im Falle des Munizipiums Bukarest fordert USB-Vorsitzender Nicuşor Dan jetzt den Rücktritt von Oberbürgermeisterin Gabriela Firea, falls sie auf ihrem Vorschlag bestehe.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 11.08 2016, 02:21
Die PSD-Führung outet sich hier als Etikettenschwindler : Wer das "S" für "sozial" vor sich her trägt kann nie für solche Protzbauten sein !
Peter, 10.08 2016, 13:57
Scheinbar liebt man in RO die Protzbauten, siehe Casa Poporului (Palatul Parlamentului). Je ärmer das Land desto größer wird gebaut. Ihr Politiker und Kirchenfürsten, habt ihr aus dem einen Monstrum in Bukarest nichts gelernt und warum wurde dieses Symbol des Größenwahns nicht abgerissen?
giftschlange, 10.08 2016, 10:57
Bei der großen Armut,welche noch immer bei einem Teil der Bukarester Bevölkerung herrscht,muß das Geld zuerst für die Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe verwendetet werden.Es ist äußerst unchristlich Geld für gigantische Kirchenbauten zu verlangen und auf der anderen Seite fehlt das Geld."Mein Reich ist nicht auf dieser Welt",sagte einst Christus.Ein Stück Brot für einen Armen ist mehr Wert als 10 Kirchenbauten,dass sollte eigentlich die orthodoxe Geistlichkeit klar wissen.Vielleicht sollte sich das Patriachat an die zahlreichen Bukarester Milliadäre und Millionäre wenden,damit diese den Bau der Kathedrale mit ihrem Geld unterstützen.
Klaus, 10.08 2016, 10:32
Wenn die kirche so ein monstrum bauen will dann soll sie auch bezahlen.-- Krankenhäuser haben kein geld für dringende reparaturen. Die ausstattung ist eine katastrophe.Jeder bürger muß für medikamente bezahlen und dann das geld in den rachen einer reichen kirche schmeißen.-Haben die "heiligen" männer immer noch nicht gemerkt, daß die bürger der kirche den rücken kehren!
So ist es in anderen ländern auch.Dort werden kirchen geschlossen und verkauft und hier noch eine und noch eine neue kirche.-- Traurig wie die bürger verkauft werden.

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