NATO-Raketenabwehr: Moskau droht Rumänien und Polen

Premier Ponta: „Lassen uns nicht einschüchtern“

Samstag, 18. April 2015

Bukarest (ADZ) - Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat die Osterweiterung der NATO und die Verlegung militärischer Infrastruktur an die Grenzen zum Raum der früheren Sowjetunion am Donnerstag als „Gefahr“ für die Sicherheit seines Landes bezeichnet und die „nichtnuklearen Staaten“ Rumänien und Polen gewarnt, dass „die Aufstellung von Teilen des NATO-Raketenabwehrschildes“ auf ihrem Territorium sie zum „Ziel einer prioritären Reaktion“ Russlands mache.

Die Errichtung des geplanten Raketenabwehrsystems in Europa könne das atomare Kräftegleichgewicht in der Welt ins Wanken bringen, so Gerassimow auf einer Sicherheitskonferenz in Moskau. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die Raketenabwehr als „Risiko“ für die russischen Streitkräfte und beanstandete offen, dass in Rumänien Teile davon noch in diesem Jahr und in Polen bis 2018 eingerichtet werden sollen. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu schoss sich indes neben den USA auch auf die europäischen Medien ein, die „Lügen“ über eine angeblich wachsende russische militärische Bedrohung verbreiten würden.

Premier Victor Ponta verlautete in einer ersten Reaktion, „die Drohungen und Kritiken russischer Amtsträger kategorisch zurückzuweisen“ – derlei Gesten würden die Behörden in Bukarest „weder einschüchtern noch zu Strategieänderungen“ bewegen, twitterte der Regierungschef.

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