Naturschutzgebiet Karasch-Nera auch in Serbien

Der Nera-Fluss: ein ökologischer Korridor von internationaler Bedeutung

Freitag, 18. Dezember 2015

Luftansicht mit dem Naturschutzgebiet Karasch-Nera
Foto: GEC Nera

Orawitza – In ihrem jüngsten Informationsblatt weist die Ökologische Gruppe für Zusammenarbeit „Nera“ aus Orawitza/Oraviţa (Kreis Karasch-Severin/Caraş-Severin) auf die Gründung des Naturschutzgebietes Karasch-Nera als Schutzgebiet von außergewöhnlicher Bedeutung hin, das von der Versammlung der Autonomen Provinz Vojvodina/Serbien anlässlich der 40. Arbeitsrunde beschlossen wurde. Das Naturschutzgebiet hat einen Umfang von 1.541 Hektar und liegt an der serbisch-rumänischen Grenze, in der Umgebung der Stadt Weißkirchen/Bela Crkva/Biserica Albă. Das geschützte Gebiet dehnt sich entlang des rechten Nera-Ufers und des Karasch-Flusses aus und umfasst das zwischen den zwei Flüssen gelegene Sandgebiet Mali Pesak (Großer Sand).

Die Bewertungen des Regionalen Instituts für Naturschutz in Neusatz/Novisad/Serbien ergaben, dass dieses Gebiet als Naturschutzgebiet 2. Klasse bewertbar sei. Die Grundwerte des Naturgutes des Schutzgebietes Karasch-Nera bestehen in den toten Mäandern des Flusses Karasch und in den Nera-Flusslandschaften sowie den Sanddünen und Steppen, die eine Priorität beim Naturschutz in Mitteleuropa darstellen. Der Nera-Fluss ist auch ein ökologischer Korridor von internationaler Bedeutung entlang der serbisch-rumänischen Grenze, durch Anschluss an die Karpaten und an die Pannonische Tiefebene. Die Umweltschützer von GEC Nera betonen zum Schluss ihres jüngsten Informationsblattes, dass auch in Rumänien ein ähnliches Naturschutzgebiet auf dem linken Nera-Ufer an der rumänisch-serbischen Grenze gegründet werden sollte, damit von „einem grenzüberschreitenden Schutz des wertvollen Naturguts in diesem Gebiet die Rede sein kann“.

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