Nettolöhne im Jahresvergleich um 7,2 Prozent höher

Im Dezember Anstieg um 7,6 Prozent gegenüber Vormonat / Hermannstadt überholt Klausenburg und Temesch beim Bruttolohn

Mittwoch, 08. Februar 2012

Bukarest/Hermannstadt (ADZ) - Der durchschnittliche Nettolohn in Rumänien lag im Dezember 2011 um 7,2 Prozent höher als in demselben Monat 2010 und erreichte 1604 Lei. Im Vergleich zu November 2011 stieg dieser aufgrund der Auszahlung von Feiertagsprämien um 7,6 Prozent, so das Nationale Institut für Statistik (INS). Die höchsten Zunahmen verzeichneten der Pharmabereich (plus 27,1 Prozent) sowie der Bereich Telekommunikation (23,4 Prozent).
Im öffentlichen Sektor verzeichneten die Nettolöhne im Dezember 2011 gegenüber Juli 2010 (der Monat in welchem die Brutto-Lohnkürzung um 25 Prozent in Kraft getreten ist) folgenden Anstieg: Plus 21,1 Prozent im Gesundheits- und Sozialwesen, plus 14,2 Prozent im Erziehungswesen und plus 12,3 Prozent in der öffentlichen Verwaltung.

Nach Bukarest und dem Verwaltungskreis Ilfov lag der Kreis Hermannstadt/Sibiu am Ende des vorigen Jahres auf Platz drei im Top des durchschnittlich gezahlten Bruttolohns. Die Differenz ist zwar ansehnlich – Bukarest: 2905 Lei, Ilfov: 2733 Lei, Hermannstadt: 2282 Lei –, es ist jedoch die höchste Summe außerhalb des Investitionsmagneten in und um die Hauptstadt. Damit hat der Kreis Hermannstadt erstmals die beiden an Industrie stärkeren Kreise Klausenburg/Cluj (2211 Lei) und Temesch/Timiş (2176 Lei) überflügelt. Auf Landesebene folgen die Kreise Argeş mit 1957 Lei und Kronstadt/Braşov mit 1955 Lei. Zu den Schlusslichtern in Siebenbürgen gehören Bistritz-Nassod/Bistriţa-Năsăud mit 1571 Lei und Salasch/Sălaj mit 1490 Lei Bruttolohn. Die Angaben veröffentlichte kürzlich die Tageszeitung „Adevărul“.

Die höheren Löhne in Hermannstadt seien den Profilen der hiesigen Betriebe zu verdanken: Da es sich um Unternehmen aus der Feinmechanik oder Elektronik handelt, zahlen diese mehr als das  Mindesteinkommen, wird Liviu Boloş, der Direktor des Kreisamtes für Statistik zitiert. Der bedeutendste Investor im Industriepark Vest ist Continental Automotive, wo in Kürze das vierte Modul des Werkes in Betrieb geht, wodurch zu den 1800 Mitarbeitern weitere 500 dazukommen. In Hermannstadt selbst gibt es an wichtigen Niederlassungen ferner Siemens, Compa SA, Takata - Petri oder Bramac, nicht vergessen werden dürfen aber auch die Erdgasunternehmen in Mediasch. 

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