Neue Highlights, gleiche Sorgen

Das Enescu-Festival hat begonnen

Dienstag, 03. September 2013

Bukarest - Mit einem hochkarätig besetzten Eröffnungskonzert (Radu Lupu, Daniel Barenboim und die Staatskappelle Berlin) hat am Sonntagabend in Bukarest das 21. Internationale Festival „George Enescu“ begonnen. Im Fokus der diesjährigen Ausgabe stehen neben dem Namensgeber die gefeierten Komponisten Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Benjamin Britten. Höhepunkte der Festspiele sind die Aufführung von Wagners „Ring des Nibelungen” in konzertanter Fassung (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Marek Janowski), die Inszenierung von Verdis „Otello“ auf der Bühne der Nationaloper, das „War Requiem“ von Britten (Radio-Sinfonieorchester), sowie Schönbergs „Gurre-Lieder“ (Orchester der Philharmonie „George Enescu“, Victor Rebengiuc als Erzähler).

Doch sei das Festival mehr als nur „ein musikalisches Ereignis von Weltrang, das sogar die Salzburger Festspiele aufhorchen lässt“ – so Festivaldirektor Ioan Holender auf der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung. Vielmehr sei es das einzige rumänische Event, das von der internationalen Presse ausschließlich positiv reflektiert werde. Mehr als 70 ausländische Journalisten und Medien wie CNN, Agence France Presse und Mezzo sind im Monat September in der rumänischen Hauptstadt präsent. „Die Festspiele sind zurzeit ein Spiegel für unser Land, und zwar einer, den wir uns auch in anderen Bereichen wünschen würden“, sagte Holender den Pressevertretern. „Rumänien hat zudem sehr viele begabte Musiker, doch leider suchen die meisten den Weg ins Ausland. Hoffentlich ist das Enescu-Festival auch für sie ein Beweis, dass Weltklasse hier zu Hause sein kann.”

Allerdings waren die Probleme, die das Festival bei jeder Ausgabe aufwirft, auch diesmal die gleichen: Bukarests Oberbürgermeister Sorin Oprescu und der Kulturminister Daniel Barbu waren sich einig, dass ein neuer Konzertsaal „ein absolutes Muss” für die Hauptstadt sei. Allerdings blieb sogar die konkrete Frage nach dem Budget des Festivals 2015 unbeantwortet. „Bis 2015 werden wir noch sehen!“, sagte Oprescu lapidar. Mittlerweile kann man sich über die diesjährigen Festspiele freuen – und die Musikliebhaber, die nicht in den Konzertsälen sein können, haben die Möglichkeit, das Radio anzuschalten. Radio România Muzical und Cultural sowie ihre Online-Auftritte versprechen 63 Live-Übertragungen und die Aufzeichnung von 95 Prozent der Konzerte. 59 Konzertaufnahmen sollen zudem mehreren europäischen Rundfunkgesellschaften zur Verfügung gestellt werden und im Ausland zu hören sein.

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