Neuer Apostolischer Nuntius für Rumänien und Republik Moldau

Antrittsbesuch im Banat zum Fest des Schutzpatrons der Domkirche

Donnerstag, 28. April 2016

Der neue Apostolische Nuntius für Rumänien und die Republik Moldau, Miguel Buendia, zelebrierte das Pontifikalamt im Hohen Dom zu Temeswar.
Foto: Adrian Ardelean

Temeswar und seine römisch-katholische Diözese feiern in diesem Jahr zwei besondere Jubiläen: Es sind 300 Jahre her seit der Befreiung der Stadt von der osmanischen Herrschaft durch die Habsburger Truppen, geleitet von Prinz Eugen von Savoyen, und 280 Jahre seit der Grundsteinlegung der Domkirche zum Heiligen Georg. Die Kathedrale wurde am 24. April 1803 geweiht, 67 Jahre nach der Grundsteinlegung, und war damals das wichtigste Gotteshaus aus der gesamten Region. Der Dom ist in barockem Stil gebaut und dem Heiligen Georg geweiht, den die christlichen Kirchen am 23. April feiern. Das diesjährige Fest des Schutzpatrons der Domkirche nahm der neue Apostolische Nuntius für Rumänien und die Republik Moldau zum Anlass, die römisch-katholische Diözese West-Rumäniens zu besuchen. Msgr. Miguel Maury Buendia zelebrierte das Pontifikalamt zum Heiligen Georg im Temeswarer Dom. Der Temeswarer Diözesanbischof Martin Roos begrüßte den hohen Gast mit den Worten: „Es ist für uns eine große Freude und Ehre, dass Sie uns heute am Feste des Heiligen Georg besuchen. Es ist für uns eine Freude und wir dürfen Sie versichern, dass wir in unseren Gebeten Ihre Arbeit und Ihren Einsatz hier in unserem Lande begleiten werden. Gott möge Sie erhalten, Ihnen Gesundheit und Arbeitskraft schenken, dass Sie den Heiligen Vater und den Heiligen Stuhl in unserem Land würdig vertreten.“

Der Apostolische Nuntius Msgr. Miguel Buendia gab als Antwort darauf seiner Freude Ausdruck, die Heilige Eucharistie gemeinsam mit dem Klerus und den Gläubigen in der Temeswarer Domkirche feiern zu dürfen. Buendia gab den Gläubigen den Rat, jedes Mal wenn sie „diese wunderbare Kirche betreten, daran zu denken, dass Gott uns die Welt als zeitweiliges Haus geschenkt hat, den Himmel aber als Endziel“. Msgr. Buendia überbrachte den Gruß und Segen des Papstes Franziskus des Ersten, der ihn damit beauftragt hat, kurz vor Antritt seiner Reise nach Bukarest in seinem Amt als Vertreter des Heiligen Stuhls in Rumänien und in der Republik Moldau.

Das Hochamt wurde vom Chor und Orchester der Kathedrale unter der Gesamtleitung von Domkapellmeister Walter Kindl mitgestaltet. An der heiligen Messe beteiligten sich Priester und Gläubige aus den drei Erzdechanaten und 73 Pfarreien des Bistums. Vertreten waren alle sieben im Banat lebenden Ethnien katholischen Glaubens: Rumänen, Ungarn, Deutsche, Bulgaren, Kroaten, Slowaken und Tschechen. Jugendliche in Volkstrachten nahmen aktiv an der Gestaltung des Gottesdienstes teil. Während des Offertoriums brachten sie Körbe mit allen Gaben Gottes vor den Altar. Die Temeswarer Kathedrale beherbergt auch eine Jubiläumsausstellung, die dem 280-jährigen Bestehen der Domkirche gewidmet ist. Ausgestellt sind Objekte, Dokumente und Bilder, die aus dem geschichtlichen und liturgischen Erbe des Bistums stammen, darunter ein Reliquiar des Heiligen Georg aus dem Jahr 1754, das aus der Werkstatt des kaiserlichen Goldschmieds von Maria Theresia stammt, aber auch ein Priestergewand, das wahrscheinlich von der Kaiserin selbst bestickt und der Temeswarer Domkirche geschenkt wurde. Der Vertreter des Vatikans war im Anschluss an das Fest in Temeswar im Erzdechanat an der Marosch zu Gast und zelebrierte eine heilige Messe in der Arader Minoritenkirche. Vor seiner Rückreise nach Bukarest besuchte der Gesandte des Heiligen Stuhls auch die renovierte Wallfahrtskirche Maria Radna bei Lippa, die in neuem Glanz erstrahlt.

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