Neuerliche Probleme mit Serum gegen Vipernbiss

Direktion für Öffentliche Gesundheit DSP hat noch eine einzige Phiole vorrätig

Donnerstag, 11. Juni 2015

Reschitza – Dr. Dragoş Luca, einer der Direktoren der Direktion für Öffentliche Gesundheit DSP Karasch-Severin in Reschitza/Reşiţa, macht darauf aufmerksam, dass bei DSP nur noch eine einzige Dosis Serum gegen Viperngift vorhanden ist. Einerseits falle die Versorgung mit Gegengift gegen Vipernbisse nicht mehr in den Aufgabenbereich der Gesundheitsdirektion und die Krankenhäuser müssen sich dieses selber auf Vorrat anschaffen, andrerseits habe das Bukarester „Cantacuzino“-Institut die Gesundheitsdirektionen verständigt, dass es zwar das Gegenserum vorrätig habe, dass diesem aber noch ein letzter Stempel zur Marktzulassung fehle.

Gegenwärtig sei eigentlich die akuteste Periode der Gefahr von Attacken der Hornviper vorbei, weil sich diese aus dem Bereich der Weiden und Wiesen, die schon stark vergrast, also schattig und feuchter und nicht mehr so sehr der Sonne ausgesetzt sind, zurückgezogen haben. Und Gefahr bestehe eher noch für Abenteurer und Wanderer in den verkarsteten Gegenden, wo sich Vipern gern auf nackten Felsen sonnen. Aber das ändere nichts an der Tatsache, meinte Dr.Luca, dass die Krankenhäuser vorbeugend sich einen kleinen Vorrat an Antivipernserum zulegen sollten.

In diesem Jahr habe es erst einen einzigen Fall eines Vipernbisses gegeben, wohl auch, weil die Aufklärungskampagnien der vergangenen Jahre anscheinend gefruchtet haben und die Bewohner der ländlichen Gegenden mit Vipernpräsenz gelernt haben, dass es das beste Mittel gegen Vipernbiss sei, lärmend seine Anwesenheit kundzutun, was die Tiere – die ohnehin nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen – in die Flucht treibt. Aber da mit den Sommerferien auch die Saison der Kinder- und Jugendferienlager beginnt, sei es notwendig, sich vorbeugend zu versorgen mit dem Serum. Auch wenn neben der einen Dosis bei DSP noch zwei im Reschitzaer Notfallkrankenhaus vorrätig sind, wie Violeta Florea, die Sprecherin des Krankenhauses mitteilt.

Sollte die Nationale Agentur für Arzneien ANMed binnen Kurzem die Einführung auf den Markt des Antivipernserums vom „Cantacuzino“-Institut genehmigen, dann könnten sich die Krankenhäuser der Räume, die zum natürlichen Habitat der einzigen in Rumänien lebenden Giftschlange gehören, zu relativ günstigen Preisen versorgen. Laut Dr. Luca braucht man im Banater Bergland, das durch den Banater Karst zu den bevorzugt von Vipern bewohnten Gegenden Rumäniens gehört, im Jahresschnitt um die 15 Phiolen Antivipernserum. Was durchaus aus dem Haushalt der Krankenhäuser angekauft werden könne.

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