Neues Abkommen zwischen 3 und 5 Milliarden Euro schwer

Premier Ponta will „softes“ Abkommen mit IWF

Samstag, 20. Juli 2013

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Nach Angaben von Premier Victor Ponta wird Rumäniens neues Darlehensabkommen der vorbeugenden Art mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) „bis zum Herbst“ ausgehandelt, seine Höhe werde wohl „zwischen 3 bis 5 Milliarden Euro“ betragen.

Rumänien strebe ein weiteres Abkommen an, um die Landeswährung zu stützen und zudem seine Finanzierungskosten möglichst gering zu halten, sagte Ponta der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. „Die Finanzierung“ stelle für das Land derzeit nämlich die „größte Herausforderung“ dar, da die hierzulande tätigen Handelsbanken bei der Kreditvergabe nach wie vor eine „restriktive“ Schiene fahren.

Ponta hob des Weiteren hervor, dass seine Regierung ein „optimiertes“ Abkommen mit weniger Auflagen und gelockerten Zielsetzungen visiere: „Es wird keineswegs so detailreich wie die vorigen ausfallen“, erklärte der Regierungschef. Die Auflagen sollen dabei hauptsächlich eine „Konsolidierung“ von Staatsunternehmen und die Wahrung der Fiskaldisziplin fokussieren.

IWF-Chefin Christine Lagarde hatte am Dienstag während ihres Bukarest-Besuchs von einem „Abkommen der Disziplin“ gesprochen, das einerseits weiterhin auf die fiskalische Konsolidierung, andererseits aber auch vermehrt auf die „Privatisierung oder Neustrukturierung maroder Staatsunternehmen“ abzielen wird.

Kommentare zu diesem Artikel

Gerd, 22.07 2013, 11:47
Kürzlich war hier zu lesen das ca.25% der bestehenden Kredite "notleidend"( welch ein cooler Ausdruck) sind, das erklärt schon einiges.Zum zweiten-ob mit oder ohne IWF Abkommen, man ist doch gar nicht ernsthaft gewillt tiefgreifende Strukturreformen durchzuführen, da die Staatsbetriebe ja als "Selbstbedienungsläden" zur persönlichen Bereicherung dienen.Und die bisher versuchten bzw.um den Anschein zu waren durchgeführten Privatisierungen zeugen von Diletantismus ohnegleichen.
Alexander, 20.07 2013, 17:16
Dass die Privatwirtschaft bei der Kreditvergabe an Rumänien so "restiktiv" ist, sagt doch einiges über das Vertrauen in die staatlichen Strukturen aus. Reformen sind nötig und nicht großmundige Forderungen nach IWF-Krediten.
Wahrscheinlich wäre es für Rumänien mittel- und langfristig förderlicher, wenn Dahrlehnsabkommen mit dem IWF nicht zustande kämen. Dies würde den Druck zu dringend notwendigen Reformen erhöhen.

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