Neues Autobahndesaster im Banat

Möglicher Neubau der Trasse 2 von Autobahn Lugosch-Deva

Freitag, 29. April 2016

Lugosch – Die Arbeiten an der Trasse 2 der Autobahn A1 Lugosch-Deva sind nicht entwurfsgetreu ausgeführt, die verwendeten Baustoffe sind desgleichen von zweifelhafter Qualität. Das entschied ein Kontrollteam der Firma Geotesting CI, die von der Landesgesellschaft für Autobahnen und Nationalstraßen CNADNR dazu beauftragt wurde, eine technische Expertise betreffend Bauausführung und -Qualität dieser Autobahntrasse durchzuführen. Mit der Bauausführung der Trasse 2 der Autobahn Lugosch - Deva – die Baukosten belaufen sich auf 562,73 Millionen Euro- hatte CNADNR die Firmengruppe Salini Impregilo  SECOL SPA beauftragt. Es ist der gleiche Bauausführer, der die Trasse 3 der Autobahn Hermannstadt-Broose gebaut hat. Diese Autobahntrasse musste bekanntlich gleichfalls nach einer Prüfung eines Fachteams, im September 2015, lediglich zehn Monate nach ihrer Übergabe, wegen den Schäden am Asphaltbelag gesperrt werden. Zwischendurch musste man auf diesem Autobahnabschnitt zu einem teilweisen Neubau übergehen.

Die Schäden und Risse im Asphaltbelag auf der Trasse 2 der Autobahn Lugosch-Deva wurden zwischen Kilometer 27 und  56 entdeckt. Wenn die ersten Ergebnisse der technischen Expertise bestätigt werden sollten, wird CNADNR höchstwahrscheinlich  die Firmengruppe oder einen neuen Ausführer mit der Reparatur oder mit Abriss plus Neubau beauftragen müssen. Unabhängige Beobachter und Fachleute warnten schon vor Beginn der Arbeiten an der Autobahn Lugosch-Deva vor einem Desaster: Die Firmengruppe Salini Impregilo-SECOL SPA hatte die Versteigerung für den Bau der Trasse 2 (28,6 Kilometer Länge) der Autobahn Lugosch-Deva nämlich äußerst leicht gewonnen, weil sie CNADNR das billigste Ausführungsangebot bzw. 50 Prozent der von CNADNR vorausberechneten Baukosten, präsentiert hatte.


Kommentare zu diesem Artikel

Peter, 29.04 2016, 13:50
Dieser Bericht schreit nach der Antikorruptionsbehörde DNA.
Zur Information für den Leser: Nach EU Recht muss der Auftrag, bei einer öffentlichen Ausschreibung, nicht an den billigsten Anbieter vergeben werden. Bei begründeten Verdacht
auf eine Manipulation hat der Auftraggeber das Recht sich anders zu entscheiden, 50% und schlechte Ausführung, in der Vergangenheit, sind begründet.
In Deutschland kosten der km Autobahn rund 11 Millionen Euro!

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