Neues IWF-Abkommen wird auf „Disziplin“ abzielen

Formelle Verhandlungen über ein neues Präventiv-Abkommen

Donnerstag, 18. Juli 2013

Bukarest (ADZ) - Rumäniens neues Präventiv-Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wird eines der „Disziplin, makroökonomischen Konsolidierung und Strukturreformen“, zu den Auflagen würden entsprechend weitere Privatisierungen oder Neustrukturierungen von Staatsunternehmen gehören, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Dienstag in Bukarest auf einer Konferenz zum Thema der Wachstumsparadigmen in Osteuropa.

Lagarde zufolge müssen Exportsektor, interne Nachfrage sowie Investitionen die drei wachstumserzeugenden Wirtschaftskräfte des Landes darstellen – sich auf lediglich eine der drei zu verlassen, könne zu „schweren Gleichgewichtsstörungen in der Wirtschaft“ führen, warnte die IWF-Chefin, die zudem eine erhebliche Optimierung der Absorption europäischer Fördergelder anmahnte.

Es sei bedauerlich, dass die zur Verfügung stehenden EU-Gelder nicht genutzt worden seien, um wesentliche Infrastrukturprojekte durchzuziehen und „somit ein günstiges Investitionsklima“ zu schaffen. Den politischen Entscheidungsträgern empfahl Lagarde „äußerste Seriosität“, um Auslandsinvestoren wieder anzuziehen.

Die Verhandlungen zwischen den rumänischen Behörden und der IWF-Mission über ein weiteres, höchstwahr-scheinlich zweijähriges Präventiv-Abkommen wurden derweil am Mittwoch formell aufgenommen; die Höhe des angestrebten Kreditabkommens ist zurzeit noch nicht bekannt.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 20.07 2013, 00:20
Es gibt jetzt eine Deutsche im IWF die für Rumänien zuständig ist. Da können sich die Rumänen warm anziehen. Gleichzeitig wird es eine neue ,von der EU beschlossene ,und natürlich von Deutschland mit Nachdruck verlangte Staatsanwaltschaft bald geben. Die selbständig untersucht ,die verhaften kann und selbständig es zur Anklage bringen wired.Dann werde ich in private rumänische Gefängnisfonds investieren.Da wird die Post abgehen..Die Angie ist nicht nur Super.Die Angie ist geil.Zusammen mit der CSU wird sie unser Geld schon wiedereinsammeln. Dazu gehört auch der Verkehrsminister !auch das wird kommen,das Rumänen die deutsche Staßen befahren ,bezahlen müssen.Wir müssen das für die Trampelwege !!!die Löcher haben als ob dort jedes Jahr ein Meteoritenregen nur über Rumänien heruntergeht, ja auch. Die Angie ist geil.Der Staubwedler Pronto wird sein Volk noch schneller In die Wüste nach Kasachstan bringen .Um sich dann mit den dort schon befindenen Griechen in gleicher Sprache unterhalten zu könnenn. Dein ist Mein. Wir trinken noch a Flascherl Schnaps ,holahiaho..
Norbert, 19.07 2013, 23:25
Neues IWF Abkommen wird auf Disziplin abzielen.Das ist Super.Warum!! Diese Eigenschaft gibt es nicht im rumänischen.Jetzt wird dem Kakaland die Luft abgedreht..
Skeptikus, 19.07 2013, 19:26
Das Wirtschaftsministerium als Eigentuemer der Staatsbetriebe wehrt sich mit Haenden und Fuessen gegen professionelles Management und Privatisierung. Man sehe beispielsweise wie Templeton / Fondul Proprietate ausgebremst werden, dort wo sie nur Minderheitsaktionaere sind (Transgaz, Nucleareletria und Romgaz). Man sollte ein paar Banken und Templeton sowie vergleichbaren den Auftrag geben innerhalb 24 Monaten zu privatisieren und das wuerde bestens klappen. Der Staat ueberall unter 25% und dann wird das auch mit dem Management klappen!
Sraffa, 19.07 2013, 13:13
@Hanns: " ...Die meisten Rumänen, mit denen ich im Zuge zahlreicher EU Projekte zu hatte, waren unbelehrbar und reformresistent. "
Tja, Unbelehrbarkeit und Reformresistenz sind typische Eigenschaften agrarisch geprägter Stämme - gerade auch hier in Deutschland warum dann nicht in Rumänien ?
Auch daran ist wieder mal Ceauscescu schuld, indem er die die ganzen Kleinbauern in die Städte geholt hatte um die Industrieinvestitionen mit Arbeitskräften zu bestücken, Diese Kleingeister irren nun überall in Verwaltungen und Unternehmen herum und sind schon mit dem 20. Jahrhundert überfordert.
Hanns, 18.07 2013, 23:12
@sraffa - es sind nicht nur ganz bestimmte Interessensgruppen! Die meisten Rumänen, mit denen ich im Zuge zahlreicher EU Projekte zu hatte, waren unbelehrbar und reformresistent.
sraffa, 18.07 2013, 22:50
@Hanns: Es sind nicht "die Rumänen..." sondern es sind ganz bestimmte Interessengruppen.
Eine Pauschalierung ist falsch !
Hanns, 18.07 2013, 21:20
@sraffa - so ist es. Die Rumänen sind eben unbelehrbar und reformresistent! Daher wird sich auch niemals etwas ändern.
sraffa, 18.07 2013, 13:10
Es sind immer wieder die gleichen Kritikpunkte die seit Jahren von den unterschiedlichsten Vertretern aus Diplomatie, EU, Weltbank und IMF angesprochen werden -allein aber es verhallt ungehört.
Ganz nebenbei: Rumänien/ Bulgarien musste vor seiner Aufnahme neue Bedingungen akzeptieren welche die Kleptomanie zu Lasten der EU-Förderung erheblich erschwerten. Griechenland, Spanien usw. hatten es da vorher erheblich einfacher, den Haushalt der EU für alles Mögliche zu erleichtern und ihre Kleptokratie mit Millionen zu überhäufen.
Gerd, 18.07 2013, 12:26
@Konrad: Kann mich Ihrer Meinung nur anschließen. Das Ganze hat doch aber einen Hintergrund: Die herrschenden Kleptokraten verfolgen das doch mit voller Absicht, das Volk in Armut, Dummheit und ohne Perpektive zu lassen, damit sie sich weiterhin ungestört( nicht zuletzt auch mit Hilfe und Unterstützung der Kirche, die hier eine sehr unrümliche Rolle spielt) bereichern können.Wer irgend kann verlässt das Land und ab 1.1. 2014 werden das noch viel, viel mehr sein.Auch ausländische Investoren sind doch nur in soweit willkommen wenn ein entsprechendes Stück Kuchen für dieses Banditengesindel abfällt.
Konrad, 18.07 2013, 11:01
Die "schweren Gleichgewichtsstoerungen" in der Wirtschaft sind schon lange eingetreten, und die mit "diplomatischem Vokabular" von Frau Lagarde geuebte Kritik ist berechtigt. EU - Foerdermittel versickern in allen moeglichen Suempfen, und wer sich als Unternehmer um solche Mittel bemueht, wird sehr schnell erfahren, wieviel Leute meinen, daran kraeftig partizipieren zu koennen. Diese abstossende, widerliche und offen zur Schau getragene Geldgier, verbunden mit allen unmoeglichen und nicht akzeptablen Auflagen ("Sie muessen UNSEREN Projektanten und UNSERE Betriebe fuer Ihr Vorhaben beauftragen etc.) laesst es ratsam erscheinen, auf derartige Mittel zu verzichten. Da nicht jedermann in der Lage ist, sein Vorhaben aus eigenen Mitteln zu finanzieren, und insbesondere die Banken bei der Vergabe von Krediten an Existenzgruender oder zur Strukturverbesserung bestehender Betriebe inakzeptable Bedingungen diktieren, kann von einem guenstigen Investitionsklima keine Rede sein. Nicht zuletzt hat man - angesichts der Flut neuer, die Wirtschaft belastenden Gesetze und Verordnungen - das Gefuehl, dass die vorherige und insbesondere die aktuelle Regierung an einer Verbesserung der Binnenwirtschaft und an einem Aufbau eines gesunden Mittelstandes ueberhaupt kein Interesse hat.

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