Neues Schuljahr im dualen Unterrichtssystem

Ein Multifunktionszentrum baut das Großunternehmen Bosch in Jucu

Samstag, 15. Oktober 2016

Hermannstadt – Den Beginn des neuen Schuljahres im dualen Unterrichtssystem feierte das Großunternehmen Bosch am 12. Oktober an seinem Standort in Jucu, Kreis Klausenburg/Cluj. Bei dieser Gelegenheit haben die Vertreter des Unternehmens den Grundstein des neuen Multifunktionszentrums gelegt, welches demnächst entsteht und kommendes Jahr eingeweiht wird.

Anlässlich des Festaktes waren die im Unterrichtsprogramm eingebundenen Schüler, deren Eltern, Vertreter der Lokalverwaltung sowie der Partnerschulen anwesend. Das zukünftige Multifunktionszentrum wird der beruflichen Ausbildung der Schüler und Studenten sowie der Fortbildung der eigenen Mitarbeiter zugutekommen.

„Seit 2013 ist die Bosch-Gruppe in Rumänien ein verlässlicher Partner der lokalen Schulen im Rahmen des dualen Unterrichtssystems. An den Standorten in Blasendorf/Blaj und Klausenburg bereiten sich 2016 über 80 Schüler auf ihre Karrieren als Ingenieure in den Bereichen Elektromechanik und Elektronik vor“, so Mihai Boldijar, der Generaldirektor der Robert Bosch S.R.L. und Vertreter der Gruppe in Rumänien. In Jucu begann das Programm 2014 mit einer Anzahl von sechs Schülern, welche 2015 auf 24 anwuchs. Für das Schuljahr 2016 – 2017 haben sich rund 60 Schüler im Programm der Dualen Bosch-Schule eingeschrieben, in Zusammenarbeit mit dem Technologischen Lyzeum „Aurel Vlaicu“ und dem Reformierten Theologischen Lyzeum in Klausenburg.

Am Standort in Jucu werden die Schüler die Möglichkeit haben, ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen, wobei ihre Tätigkeit im Werk den Lehrplan der Schule befolgt. Für die Betreuung und Ausbildung der Schüler verantworten zurzeit ein Fachmann für Industrielles Ingenieurwesen, drei Ausbilder und ein deutscher Mentor, welcher den reibungslosen Kompetenzentransfer im Bereich gewährleistet.

Abgesehen von der eigentlichen Ausbildung bietet die Produktionseinheit den Schülern täglich ein Essen in der eigenen Kantine, stellt ihnen die notwendige Sicherheitsausrüstung, das Werkzeug und den Transport zur Verfügung und zahlt ihnen sogar ein monatliches Stipendium aus. Zusätzlich haben die Schüler im Rahmen des Programms, nach dem Lyzeumsabschluss, Vorrang bei der Anstellung im Rahmen des Unternehmens.

Kommentare zu diesem Artikel

..., 17.10 2016, 10:31
Wer am Band arbeiten will, braucht nicht unbedingt einen Hochschulabschluss. Die Studenten arbeiten später in der Entwicklung/Forschung etc., sie gehen die Ingenieurskarriere an. Die duale Ausbildung erfolgt an Berufsschulen UND im Rahmen der Unternehmen mit denen diese zusammenarbeiten und ein mehr oder weniger intensives Praktikum absolvieren.
Dan, 15.10 2016, 12:14
Sind das nun Schüler oder Studenten, die sich am Programm beteiligen? Wie bereiten sich SCHÜLER auf eine Ingenieurskarriere vor? Duale Ausbildung erfolgt meines Wissens nach an Berufsschulen, im letzten Satz heißt es jedoch..."nach dem Lyzeumsabschluss...Vorrang..."!!!????.

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