Neues Stadion im Gespräch

Standort Bartholomä – Kosten 30 bis 40 Millionen Euro

Freitag, 10. Januar 2014

Eine der Varianten für die zukünftige „Braşov-Arena“
Quelle: prinbrasov.com

Kronstadt - Klausenburg, Ploieşti oder Piatra Neamţ haben vorgezeigt, dass es möglich ist. Dort stehen moderne Stadien, zugelassen für wichtige internationale Spiele und mit genügend Parkplätzen ausgestattet. Nun will auch Kronstadt eine moderne Fußballarena haben. Der Standort der zuerst infrage kommt, ist jener des inzwischen abgetragenen Munizipal-Stadions, westlich des Gespreng-Berges im Bartholomä-Viertel. Die Zuschauerkapazität wird mit 25.000 angegeben, wobei fast alle Plätze überdacht sein sollen. Die Kosten dieses Projekts sollen sich auf 30 bis 40 Millionen Euro belaufen. Angeblich soll Vizepremier Liviu Dragnea bereits Unterstützung für eine „Braşov-Arena“ zugesagt haben und zwar, dass das Projekt im Staatshaushalt berücksichtigt werde. Zumindest das behaupten Kronstädter PSD-Spitzenvertreter wie Filialechef Constantin Niţă oder Stadtrat Mihai Ghirdă. Laut diesen Aussagen sollen die Bauarbeiten in drei Jahren beendet werden; die Stadtverwaltung soll zwischen 20 und 30 Prozent der Kosten tragen.

Bürgermeister George Scripcaru bestätigte zum Teil diese Angaben, indem er zugab, dass Mittel für eine Machbarkeitsstudie des neuen Stadionbaus im Stadthaushalt vorgesehen seien. Wenn die Studie fertig sei, soll sie der Regierung als Teil einer umfassenden Dokumentation zwecks Bewilligung vorgelegt werden. Kronstadt verfügt zurzeit nur über das Tineretului-Stadion als größere Sportarena, dessen Bau in den 1930er Jahren begonnen wurde und das heutigen europäischen Ansprüchen eigentlich nicht mehr entspricht. In den Vorjahren wurden mit dem Bau des Eisstadions im ehemaligen Tractorul-Park, mit der Renovierung der Sporthalle und dem Neubau der Schwimmhalle in der Bahnhofsgegend erhebliche Summen in die Sportinfrastruktur der Stadt investiert. Da die europäische Winter-Jugendolympiade des Vorjahres, die hauptsächlich in der Schulerau ausgetragen wurde, als Erfolg bezeichnet werden kann, soll nun das neue Stadion ebenfalls  als Austragungsstätte wichtiger Fußballevents in Aussicht gestellt werden. Das sportliche Argument ist leider gegenwärtig weniger überzeugend: Kronstadt verfügt zwar über zwei Erstliga-Mannschaften: FC Braşov und Corona. Letztere ist aber so gut wie abgestiegen und die Nachfolger von „Steagul Roşu“ befinden sich ebenfalls auf einem Abstiegsplatz.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 11.01 2014, 02:59
Dieser Stadienneubau in aller Welt ist meist nur der erfolgreiche Versuch der Bauwirtschaft mit Hilfe des Hirndefektes "Fußball" dem Staatsbudget zusätzliches Geld aus den Rippne zu leiern.
Roni Schatz, 10.01 2014, 13:33
Deutsche Zeitung Allgemeine

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