Neujahrsbeginn mit guter Musik

Mehrere Tausend am Großen Ring, einige Hundert im Thalia-Saal

Mittwoch, 04. Januar 2012

Das Hermannstädter Jugendorchester mit seinem Dirigenten Gabriel Bebeşelea. Foto: Sebastian Marcovici

Hermannstadt - Mehrere tausend Personen, Hermannstädter und Touristen, zählten in der Neujahrsnacht zusammen mit Bürgermeister Klaus Johannis die letzten Sekunden des Jahres 2011 am Großen Ring/Piaţa Mare, ehe das Jahr 2012 mit einem gute zehn Minuten langen Feuerwerk vom Kleinen Ring/Piaţa Mică begrüßt wurde. Vier rumänische Rock- und Pop-Bands spielten in der Neujahrsnacht am Großen Ring auf und sorgten für gute Stimmung. Die hatte die Stadt allerdings am frühen Abend bereits erfasst.

Das Kulturjahr 2012 im Zeichen des Barock eingeleitet hat eine 3D-Projektion auf das Gebäude des Thalia-Saales in der Harteneckgasse/Str. Cetăţii. Die Fenster des klassizistischen Baus wurden in das 7-minütige Klang- und Videospiel eingebaut, und darin konnten Musik und Tanz aber auch die Meisterwerke aus dem Brukenthalmuseums zum Beispiel gesehen werden.

Als viel zu klein erwiesen hat sich der Thalia-Saal für die beiden Neujahrskonzerte des Hermannstädter Jugendorchesters unter der Leitung seines Gründers und Dirigenten Gabriel Bebeşelea. Alle Plätze, selbst jene auf der Bühne, waren verkauft worden, so dass zu beiden Seiten der Stuhlreihen weitere Sitzgelegenheiten gestellt werden mussten. Als Highlight hatten die jungen Musiker heuer den sympathischen Violonisten Alexandru Tomescu und seine Stradivarius-Elder-Voicu-Geige anzubieten. Mit bekannter Brillanz  spielte er u. a. Nicolo Paganinis „La Campanella“. Beeindruckt hat auch die Sopranistin Rodica Vica und die von ihr gebotenen Händel-Interpretationen.

Durch das abwechslungsreiche Programm bestehend aus Ouvertüren, Walzern und anderen bekannten Kompositionen von Rossini, Saint-Saëns, Tschaikowsky oder Vivaldi führte der Schauspieler Florin Coşuleţ. Der Applaus ebbte erst nach der dritten Zugabe ab.

Wer ein Neujahrskonzert mit Walzern, Märschen und Arien von Strauß erleben möchte, hat dazu am Wochenende die Gelegenheit. Das Sinfonieorchester der Hermannstädter Philharmonie bietet es am Samstag, den 7., und am Sonntag, den 8. Januar. Dirigiert wird es von Francois Robert Girolami (Frankreich), als Solisten wirken Maria Jinga (Mezzosopran) und Iordache Basalic (Bariton) mit. Die Konzerte finden ebenfalls im Thalia-Saal statt und beginnen um 19 Uhr. 

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