Neun Jahre Haft für Ex-Direktor von Hidroelectrica

Samstag, 22. Juni 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Das Bukarester Stadtgericht hat Donnerstag den ehemaligen Hidroelectrica-Direktor Traian Oprea zu neun Jahren Haft mit Vollzug verurteilt. Ihm wird Amtsmissbrauch gegen die öffentlichen Interessen vorgeworfen. In der Sache gibt es insgesamt elf Beschuldigte, die Hidroelectrica einen Schaden von rund 1,8 Millionen Euro zugefügt haben sollen. Demnach wird der ehemalige stellvertretende Direktor für Marketing und Privatisierung, Lavinius George Asan, zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt und der ehemalige Hauptökonomist, der für Ankäufe zuständig war, Dan Popescu, zu sechs Jahren Gefängnis. Andere Angeklagte erhielten kleinere Strafen. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 26.06 2013, 18:21
@skeptikus: Die Gutachten über die vermeintliche Höhe der Ölvorräte von Petrom wurde in der Schweiz durch "Gutachter" erstellt und war wesentliche Grundlage des Verkaufspreises - soviel zur "Seriosität" der Vorgehensweise. Letztlich wurde Petrom ja zu einem KGV von 3 verkauft : Das war wohl der grösste Betrug am Rumänischen Volk.
sraffa, 26.06 2013, 16:33
Wir kennen Advokaten welche bei der "Enteignung" der Grundstücke für die Autobahn mitgewirkt haben : Die Grundstücke waren schon viel früher von wichtigen Spielern gekauft und wurden nun gegen großzügige "Entschädigung" enteignet. Diese Advokatenfamilie mit besten Beziehungen zu PDL und alter "Sicherheit" hat sich bei den Deals zusätzlich viele Weltreisen verdient.
Nicht umsonst sind dies die teuersten Autobahnkilometer der Welt !
Skeptikus, 26.06 2013, 14:52
@sraffa : Wenn ich richtig zu untersuchen hätte in Rumänien, würde ich mir mal alle Autobahnvergaben und sonstigen Strassenbau anschauen. Natürlich auch die Privatisierung großer Firmen - wie etwa die Petrom. Der Kaufpreis von 1,5 Mia EUR wurde in drei Jahren über den Gewinn zurück verdient. Dies nur als kleines Beispiel.
sraffa, 26.06 2013, 01:03
@Skeptikus : Richtig, das können nur Bauernopfer gewesen sein. So kleine Direktoren dürfen in Rumänien sicherlich nicht die große Sahnetorte abschleppen ohne daß die großen Fische ihren Teil sofort bekommen. Bei der Dimension des wirtschaftlichen Schadens zum Nachteil des Rumänischen Volkes kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden daß die ganz großen Spieler davon partizipiert haben; ich erinnere daran daß die Nutzniesser Gesellschaften mit Rechtssitz in Schweiz und anderen dubiosen Ländern waren; hier wurde also ganz gezielt der Betrugsgewinn systematisch sofort offshore gebracht.
Skeptikus, 25.06 2013, 21:11
Das ist gut so, aber bitte nich nur Bauernopfer um in Bruessel und Berlin gut da zu stehen!

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