Neuwagenmarkt weiter geschrumpft

APIA: Dacia und Ford produzierten im ersten Quartal 24,3 Prozent mehr Autos

Samstag, 20. April 2013

In Rumänien werden immer mehr Autos hergestellt, die Situation des inländischen Neuwagenmarkts bleibt aber weiterhin kritisch.
Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Im ersten Quartal 2013  wurden in Rumänien insgesamt 107.686 Kraftfahrzeuge produziert, um 24,3 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2012, teilte der Verband der Automobilhersteller und -importeure APIA mit. Die Exporte der beiden Autowerke Automobile Dacia in Mioveni/Piteşti und Ford in Craiova sind in den ersten drei Monaten 2013 um 12 Prozent auf 89.709 Einheiten gestiegen. Bei Personenkraftwagen betrug der Zuwachs 19,1 Prozent.
Am besten wurde im Ausland der SUV Dacia Duster verkauft (12.089 Einheiten), gefolgt von Dacia Sandero (9389) und dem Ford B-MAX (8560).

Die Situation des einheimischen Neuwagenmarktes hingegen ist auch nach dem ersten Quartal 2013 weiterhin kritisch, meinen die APIA-Experten. Es wurden insgesamt nur 15.613 Neuwagen verkauft, um 6,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Beim Segment neue Pkw war der Rückgang minus 6,9 Prozent auf 12.869 Einheiten.
Grund für die schlechte Lage des Neuwagenmarkts sind unter anderem die massiven Importe von Gebrauchtwagen (rund 53.000 Pkw und 11.200 Nutzfahrzeuge, was einen Zuwachs  von 50 Prozent beziehungsweise 12,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2012 bedeutet). Die APIA-Experten weisen ferner darauf hin, dass rund 28.730 aller importierten Gebrauchtwagen älter als zehn Jahre seien.

Marktführer bei Neuwagen bleibt in den ersten drei Monaten weiterhin Dacia mit 3622 verkauften Autos und 28,1 Prozent Marktanteilen, gefolgt von Volkswagen (1423; 11,1 Prozent), Skoda (1163; 9,0 Prozent), Renault (783; 6,1 Prozent), Ford (725; 5,6 Prozent) und Hyundai (628; 4,9 Prozent).
Im vergangenen Gesamtjahr 2012  wurden in Rumänien insgesamt 337.765 Kraftfahrzeuge produziert, um 0,8 Prozent mehr als 2011 (Automobile plus 5,3 Prozent, Nutzfahrzeuge minus 55,0 Prozent).

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 22.04 2013, 11:31
Es scheint auch ökonomisch sinnvoll, auf den rumänischen Straßen keine teuren Neu- und Gebrauchtwagen zu verschließen - volkswirtschaftlich gesehen, ist es daher doch erfreulich, wenn ältere, niedrigpreisige Fahrzeuge in den Schlaglöchern versinken.
Wer in Rumänien ein teures Auto fährt, darf nicht mehr von einem armen Rumänien sprechen.
In Rumänien hat man eben Autos, bevor man Straßen hat.
Ein bestechendes Beispiel ist doch die DN18: Laut Projektschildern soll die Nationalstraße Ende August dieses Jahres erneuert sein. Doch bis zum jetzigen Zeitpunkt ist die DN18 eigentlich nicht befahrbar und verhindert die wirtschaftliche Entwicklung - die verantwortlichen Eliten verschleißen währenddessen in repräsentativen Luxusgefährten das Geld, das Rumänien besser in seine Zukunft investieren sollte.

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