Noch immer keine Lösung für Müllentsorgung

ADID-Verband: Bürgermeister sollen das Thema selbst angehen

Dienstag, 12. Februar 2019

Temeswar (ADZ) – Die am Freitag stattgefundene Sitzung des Temescher Abfallentsorgungsverbands (ADID), die das Problem der seit etwa zwei Wochen eingestellten Müllabfuhr in etwa 60 Ortschaften des Kreises lösen oder zumindest an eine Lösung heranführen sollte, scheiterte kläglich, wie die Temeswarer Presse am Wochenende festhielt. Die ADZ berichtete, dass das von der ADID-Leitung ausgewählte Müllentsorgungsunternehmen Brai Cata große Schulden an die Betreiber der Mülldeponien von Giseladorf/Ghizela (Retim) und Hatzfeld/Jimbolia (Polaris) angehäuft hatte, so dass diese ihr die Annahme des eingesammelten Haushaltsmülls verweigern. In Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare, Detta/Deta, Fatschet/Făget und mehreren in ihrem Umfeld liegenden Gemeinden wurde deshalb der Müll seit Ende Januar nicht mehr eingesammelt.
Im Rahmen der ADID-Sitzung wurde die Kündigung des Vertrags mit dem maroden Unternehmen vorgeschlagen, doch beschlossen wurde nichts. Die ADID-Leitung ist in der Schwebe, der Kreisrat Temesch muss einen neuen Vorsitzenden bestellen, da der stellvertretende Kreisratsvorsitzende Traian Stancu (ALDE) aus seiner Partei ausgeschlossen wurde und alle seine Ämter verlieren wird. Der Bürgermeister von Großsanktnikolaus, Dănuț Groza (PNL), wies darauf hin, dass die Schließung eines Vertrags mit einem anderen Müllentsorgungsunternehmen mindestens drei Monate dauern wird, auch werde sich der Verband in langwierige Prozesse mit dem gegenwärtigen Vertragspartner Brai Cata verwickeln. Keinesfalls könne man weitere Monate ohne eine funktionierende Müllabfuhr leben, sagte Groza. Der Notfallausschuss des Kreises Temesch müsse den Betreiber der Giseladorfer Deponie zwingen, den von Brai Cata eingesammelten Müll anzunehmen, bis eine dauerhaft funktionierende Lösung gefunden werde, sagte Groza. Ihm pflichtete sein Parteikollege Petru Roman, Bürgermeister in Detta, bei.
Der ADID-Verband betraute währenddessen die Bürgermeister der betroffenen Kleinstädte mit der Aufgabe, die Vorsteher ihrer Nachbargemeinden zu separaten Sitzungen einzuberufen, um gemeinsam über ortsspezifische Lösungen nachzudenken. Diese Woche sollen die Treffen in Detta, Großsanktnikolaus und Fatschet stattfinden. Bürgermeister Dănuț Groza hatte bereits vorgeschlagen, dass die Gemeinden jeweils eigene Unternehmen gründen, die für die Müllentsorgung aufkommen.

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