Noch keine Flugzeugmechanikerausbildung

Reschitza bietet noch Ausbildungsplätze an seinen drei dualen Berufsschulen

Mittwoch, 29. August 2018

Reschitza – Das erste private Lyzeum Rumäniens zur Ausbildung von Flugzeugmechanikern wird im September in Karansebesch nicht seine Tore öffnen können. Es fehlt noch die Genehmigung seitens ARACIP, der Rumänischen Agentur zur Qualitätssicherung im Voruniversitären Unterricht, eine Behörde des Unterrichtsministeriums. Dies bestätigte dieser Tage auf der monatlichen Routinetagung des Präfekturrats Lenuța Ciurel, die Interim-Generalschulinspektorin von Karasch-Severin. Die Eröffnung des ersten Ausbildungsjahrs für Flugzeugmechaniker am (stillgelegten) Flughafen von Karansebesch ist nun auf September 2019 verschoben worden.
Hingegen hat der Reschitzaer Bürgermeister Ioan Popa, ein begeisterter Verfechter des dualen Berufsschulunterrichts nach deutschem Vorbild, seine Werbeaktionen für die Einschreibesession gestartet, die zwischen dem 3. und 6. September angesetzt wurde. Drei Reschitzaer Kollegien werden im Schuljahr 2018-2019 das erste und das zweite Ausbildungsjahr betreuen, unterstützt von den Firmen, welche die Ausgebildeten nach dem dritten Jahr anzustellen beabsichtigen. Im Schuljahr 2017-18 haben mehr als 160 Schüler eine duale Berufsschulausbildung (erster Jahrgang) genossen, wobei sie sich eines staatlichen Stipendiums von 200 Lei, derselben Summe seitens ihres künftigen Arbeitgebers und 100 Lei vom Rathaus Reschitza erfreuen durften.
In diesem Jahr bietet das Technische Kollegium Reschitza 14 Ausbildungsplätze zum Bauelektriker, 28 als Schlosser-Mechaniker für Dienstleistungen, 19 Ausbildungsplätze zum Schweißer und zehn für CNC-Mechaniker. Am Banater Technischen Kollegium (CTB) gibt es 30 Ausbildungsplätze für Zuschneider in der Textil- und Konfektionsindustrie, 25 für Tischler, 14 für Installateure und 14 für Innendekorateure. Und das Wirtschaftskollegium des Banater Montangebiets in Reschitza möchte 23 Kellner, 22 Köche, 10 Hotelfachkräfte und 10 Verkäufer ausbilden.
Der Einsatz des Reschitzaer Bürgermeisters für diese Art der Berufsbildung beruht auf mehreren Kriterien: erstens hat diese Form der Berufsausbildung in Reschitza eine lange Tradition gehabt, die erst vom Kommunismus unter Ceaușescu unterbrochen wurde; zweitens möchte Ioan Popa gern junge Leute aus der Umgebung von Reschitza in der Stadt ansässig werden lassen und so eine solide ausgebildete Gruppe von Fachleuten für künftige Investitionen zur Verfügung haben; drittens sieht er in der Berufsausbildung die einzige Chance, das Schwinden gut ausgebildeter Fachkräfte – durch Pendeln in andere Ortschaften oder durch Auswanderung – zu kompensieren.

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