Norbert Kartmann hoch geehrt

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier würdigt den politischen Einsatz für die Siebenbürger Sachsen

Mittwoch, 20. Juni 2012

Volker Bouffier, Norbert Kartmann und seine Frau Anneli Foto: Horst Samson

Im Beisein von rund 150 geladenen Gästen, drei Vize-Ministerpräsidenten und zwei Staatsministern sowie Kommunalpolitikern und Bürgermeistern zeichnete Ministerpräsident Volker Bouffier den Präsidenten des Hessischen Landtages, Norbert Kartmann, am 6. Juni für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus, verliehen von Bundespräsident Joachim Gauck.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier würdigte die „große Persönlichkeit“ Norbert Kartmanns. Der habe nicht nur eine starke Ausstrahlung, sondern sei „bodenständig und heimatverwurzelt, beliebt, aber nicht beliebig“, ein Teamplayer und kein Individualist. Kartmann stehe in einer tiefen Tradition des Ehrenamtes, das er an vielen Stellen im Sport- und Chorleben, im kirchlichen Leben und im politischen Einsatz vorbildlich ausfülle. Keineswegs unerwähnt bleiben dürfe, dass Kartmann auch ein begnadeter Karnevalist sei, sagte Bouffier. Kartmann zeige stets außerdem eine verlässliche Verbundenheit und Treue zur Sache und sei breit vernetzt, weil er den menschlichen Umgang mit anderen bewusst und weltoffen pflege. Bouffier rühmte nachdrücklich auch Kartmanns verdienstvollen europäischen Einsatz als Mitglied im Rat der europäischen Regionen in der autonomen serbischen Provinz Wojwodina und besonders in Siebenbürgen, wo die Wurzeln von Kartmanns Familie liegen. Da habe er verdienstvoll für die Kultur und Zukunft der Siebenbürger Sachsen gewirkt, sich so weit über die hessischen Landesgrenzen hinaus Respekt erworben. Er habe stets große Achtung für Kartmann empfunden, gestand Bouffier und erinnerte an die gemeinsamen Jahre in der Jungen Union. Nur eines habe er bis heute nicht begreifen können, wie jemand freiwillig Physik studieren könne. Dass Kartmann dazu auch noch evangelische Theologie als Fach ausgewählt habe, zeige seine breit gestreuten Talente und Neigungen. Es sei kein Zufall, dass Kartmann gleichzeitig als Ortsvorsteher in Nieder-Weisel und als Landtagspräsident und Erster Bürger Hessens eine glänzende Figur abgegeben habe. Auf diese Lebensleistung und auf seine Familie, die ihn dabei nach Kräften unterstützt habe, könne Kartmann stolz sein.

Staatsministerin Lucia Puttrich trat als Vorsitzende der Wetterauer CDU ans Rednerpult und erinnerte an Kartmanns „bewundernswert vielfältiges Engagement“ in vielen Bereichen, er habe ein solides Fundament, erweise sich auch politisch Andersdenkenden gegenüber „immer als tolerant und ausgesprochen aufgeschlossen“, sei innerhalb der Partei oft auch sehr kritisch, doch stets konstruktiv in seinen Ansichten.

„Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“ und bei ihrem Vater sei es eben dieses ehrenamtliche Engagement, das er nicht müde werde mit großer Hingabe auszufüllen, nie verlegen um neue Ideen und Aufgaben, sagte Kartmanns Tochter Magdalena. Deswegen sei ihr der Vater früh zum Vorbild geworden, gestand die junge Lehrerin, die heute als Vorsitzende den Chorverein im Dorf führt.

„Der Mensch braucht Dank!“, sagte Kartmann in seinem Dankeswort unumwunden und „richtig aufgeregt vor innerer Spannung“. Zugleich gestand er, dass er sich sehr freue, weil er heute so viel gelobt wurde. Dankbar und geehrt fühle er sich auch für die hohe Auszeichnung, urkundlich unterzeichnet von Bundespräsident Joachim Gauck. Diese ehrenhafte Auszeichnung, darauf müsse er deutlich hinweisen, gäbe es aber nicht ohne die vielen Menschen, die ihn in allen ehrenamtlichen Aufgaben begleitet und mitgeholfen haben, die Gesellschaft zu verbessern und menschlicher zu gestalten, wie zum Beispiel auch seine Familie und allen voran seine Frau Anneli, der er am liebsten die Hälfte dieses Verdienstkreuzes 1. Klasse an die Brust heften würde.

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