Nudelpartys zum Auftakt des Faschingstreibens 2018

Der Veranstaltungsgegenpart zur „Worschtkoschtprob“ wurde im Banater Bergland durch Zufall „erfunden“

Freitag, 26. Januar 2018

Edda Lupsiasca trägt die Spaghetti-Teller zur Nudelparty der Erwachsenen auf
Foto: DFBB

Am Dienstag, dem 23. Januar 2018, startete beim alten Sitz des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen (DFBB) in der Reschitzaer Oituz-Straße das Faschingstreiben im Banater Bergland mit der Nudelparty der Erwachsenen. Über 35 Gäste nahmen daran teil, was die Bedeutung dieses Festes in der Faschingslandschaft des Banater Berglands bezeugt.

Am 17. Februar 2000 feierte man beim Sitz des DFBB zum ersten Mal eine Nudelparty, also war es in diesem Jahr das 19. Mal, dass man sich rund um die Nudeln vereinte…

Aus Spaghetti bestand das Nudelessen, das von der Firma „Pangram“, dem zweitgrößten Teigwarenhersteller Rumäniens mit Sitz in Reschitza, gesponsert wurde und das auch in diesem Jahr sehr gut bei den Anwesenden ankam. Für die Zubereitung gesorgt haben die Damen des Frauenkränzchens: Josefine Masak, Elfriede Chwoika und Elena Mareş. Übrigens unterstützt die Firma, die vom heutigen Bürgermeister von Reschitza, Ioan Popa (und seinen Freunden), gegründet wurde, unsere Nudelpartys bereits seit einigen Jahren, wofür wir zu Dank verpflichtet sind.

Des Festes freuten sich Mitglieder des „Franz Stürmer“-Chors, des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“, des DFBB sowie Freunde und Sympathisanten der hiesigen deutschen Minderheit. Die Stimmung dazu machten Vincenzo Cerra, die Musikgruppe „Intermezzo“ (Marianne Chirilovici und Lucian Duca), Elena Cozâltea und der „Franz Stürmer“-Chor aus Reschitza.

Viele fragen sich nun, nach 19 Jahren, ob die Nudelparty auch früher organisiert und abgehalten wurde. Oder ob sie etwas Neues, nach der Wende Erfundenes, sei?
Ja, sie ist etwas Neues, Erfundenes! Anfang 2000 hatte ich mehrere Pakete von Seiten des österreichischen Landes Oberösterreich zum Weiterverteilen bekommen, darin auch sehr viele Nudeln waren. Was sollte ich damit anfangen?

Der Zufall wollte, dass es gerade Faschingszeit war und kurz nach der Worschtkoschtprob (Wurstkostprobe) der „Banater Zeitung“ in Temeswar. Da kam mir die Idee: Warum sollten wir in Reschitza nicht auch eine Veranstaltung haben, die eine kulinarische Anziehungskraft ausübt? Und dazu waren die Nudeln aus Oberösterreich willkommen, also organisierten wir eine NUDELPARTY!

Wie bereits erwähnt, war es am 17. Februar 2000 zum ersten Mal. Ein Jahr später, am 3. Februar 2001 feierten wir zum ersten Mal eine Nudelparty auch für die Jugendlichen. Seither stellen sich Jahr für Jahr die Zungen der Banater Berglanddeutschen, Jung und Alt, auf den deftigen Gaumenschmaus ein, während sich die Gemüter nach den ersten Wochen des Jahres, die meist von Gedenkveranstaltungen geprägt sind, auf die heitere Stimmung und das gemütlich-ausgelassene Beisammensein freuen.

Erwin Josef Ţigla

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