Österreichische Kulturtage

Arad: Reichhaltiges Kulturprogramm zum Start vielfältiger Beziehungen

Freitag, 30. Mai 2014

Arad - Der Kreisrat Arad, das Kreiszentrum für Kultur, das Österreichische Kulturforum Bukarest und der Kulturverein Musikforum Arad veranstalten ab Montag erstmals „Tage der Österreichischen Kultur in Arad“, die unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Republik Österreich in Bukarest und des Österreichischen Honorarkonsulats Temeswar stehen. Anwesend sein werden unter den Ehrengästen Prinzessin Anita von Hohenberg, die Großnichte des in Sarajevo ermordeten österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand, Botschafter Dr. Michael Schwarzinger, Honorarkonsul Vasile Onofrei, Graf Andreas von Bardeau, Honorarkonsul Rumäniens in Graz, und Gerhard Egermann, Honorarkonsul Rumäniens in Eisenstadt. In der Absicht der Veranstalter sollen diese Kulturtage Österreichs in Arad der Start einer langfristig angelegten Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verwaltungskreis Arad und den österreichischen Bundesländern (vor allem dem Burgenland) sein, die sich im diplomatischen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und Bildungsbereich entfalten soll.

Eröffnet werden die Österreichischen Kulturtage in Arad am Montag mit der erstmals in Rumänien gezeigten Ausstellung „Bewegte Ruhe vor dem Sturm. Die Zeit vor 1914“, die von Manfred Thumberger und Stefan Kutzenberger von der Universität Wien kuratiert und vom Österreichi-schen Kulturforum Bukarest als Wanderausstellung gezeigt wird. Die Eröffnungskonferenz bestreitet Dr. Stefan Kutzenberger von der Uni Wien. Im Rahmenprogramm gibt es ein Podiumsgespräch zwischen Dr. Stefan Kutzenberger und dem Publizisten Emil Hurezeanu. Die Ausstellung kann bis zum 13. Juli täglich zwischen 8 und 18 Uhr im Ausstellungsraum des Kreisrats von Arad besichtigt werden.
Der Dienstag steht im Zeichen des Projekts „Superar“, das 2010 vom Konzerthaus Wien, den Wiener Sängerknaben und der Caritas Wien initiiert wurde und das die venezolanische Musikinitiative „El Sistema“ zum Vorbild hat, wo gegenwärtig in Venezuela 350.000 Kinder in 180 Musikpflegezentren und Chören über soziale Grenzen hinweg gemeinsam Musik machen. Superar wird gegenwärtig in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Liechtenstein, Rumänien, der Slowakei und der Schweiz gepflegt. Superar Rumänien ist 2013 vom Raum Kronstadt ausgegangen und wird von der Australierin Elana Andrews koordiniert und von der Stiftung Katarina Turnauer sowie der Erste-Stiftung unterstützt. In Arad findet kommenden Dienstag ein workshop für Leiter von Kinderchören statt, den Gerald Wirth, der künstlerische Direktor der Wiener Sängerknaben und von Superar Österreich, leitet. Ab 18 Uhr findet im Festsaal des Nationalkollegiums „Moise Nicoară“ ein Konzert des Suparar Romania-Chors unter Leitung von Elana Andrews statt.

Der Mittwoch ist dem Bühnenbildner Manfred Waba und seinem poetischen Realismus gewidmet, der die Arader Kunstgalerie „Delta“ für die Zeitspanne zwischen dem 4. und 28. Juni in eine seiner „Traumwelten“ verwandeln wird. Zur Vernissage spielen die „Donauwellenreiter“ aus Wien. Der Großteil der Bühnenbilder, Skizzen, Skulpturen usw., die Manfred Waba in Arad ausstellt, sind für die Naturbühne im alten römischen Steinbruch von Sankt Margarethen/Burgenland geschaffen worden, wo sommers Opernaufführungen stattfinden. Unlängst bekam Manfred Waba eine „Platin-Schallplatte“ für die Aufnahme der „Zauberflöte“-Inszenierung von 2010 in Sankt Margarethen, für welche er das Bühnenbild schuf und für die Regie zeichnete.
Ein abschließender Höhepunkt der ersten „Österreichischen Kulturtage“ in Arad wird der Robert Dornhelm gewidmete kommende Donnerstag sein. Der Hollywood-Regisseur („Spartacus“, „Krieg und Frieden“, „Die zehn Gebote“) wird zuerst durch drei seiner Filme („Rudolf von Habsburg“, „Anne Frank“ und die Opernverfilmung nach Puccinis „La Bohème“) vorgestellt. Den Banat-Bezug (das Ganze steht unter dem Motto: „Hollywood und das Banat“) macht er dann mit der Rumänienpremiere von „Requiem für Dominic“, wo Robert Dornhelm einen realen Vorfall aus den Tagen der Revolution in Temeswar vom Dezember 1989, mit autobiografischem Bezug, filmisch aufarbeitet (Vorführungsbeginn: 17 Uhr, Festsaal des Nationalkollegiums „Moise Nicoară“). Der mit einem „Golden Globe“ ausgezeichnete Film „Requiem für Dominic“ wird in Arad als Rumänienpremiere gezeigt. Anschließend diskutiert Emil Hurezeanu mit dem Hollywood-Regisseur auf dem Podium vor dem Premierenpublikum.

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