Österreichisches Ehrenkreuz für Prof. Dr. George Guţu

Botschafter Dr. Schwarzinger überreichte die Auszeichnung

Samstag, 17. März 2012

Bukarest - Alles, was in der Bukarester Germanistik Rang und Namen hat, versammelte sich Donnerstagabend in der Residenz des österreichischen Botschafters. Der Einladung von Dr. Michael Schwarzinger und seiner Gattin folgten ebenso weitere Vertreter aus dem Universitätswesen und der Medien. Anlass zu diesem Fest bot die Überreichung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst an Prof. Dr. George Guţu. Die Auszeichnung wurde ihm bereits im Vorjahr vom Bundespräsidenten der Republik Österreich, Dr. Heinz Fischer, verliehen.

In seinen einführenden Worten hob der Botschafter nicht nur den Beitrag des Gewürdigten zur Förderung der österreichischen Literatur und Kultur hervor, sondern er betonte allgemein den Stellenwert, den die deutsche Sprache im Engagement der österreichischen diplomatischen Vertretung in Rumänien einnimmt. Der deutschen Sprache als Muttersprache, als Fremdsprache und als Sprache rumänischer Intellektuellenkreise gilt besonderes Augenmerk.

Die Laudatorin Prof. Dr. Mariana Lăzărescu nannte einige wichtige Lebensstationen des Germanisten. Nach dem Studienbeginn in Bukarest setzte er seine Ausbildung an der Universität Leipzig fort. 1977 erlangte er die Doktorwürde der Universität Leipzig, wo er mit einer Arbeit über Paul Celan promovierte. Nach dem Studium begann er eine Universitätslaufbahn an der Bukarester Germanistik, wo er 1998 zum Leiter des Germanistiklehrstuhls wurde.

Sein wissenschaftliches Interesse galt vorwiegend deutsch schreibenden Dichtern der Bukowina. Ein hervorragendes Ergebnis dieser Forschungstätigkeit ist die Herausgabe der Anthologie „Die Buche“ in Zusammenarbeit mit den Honorarprofessoren Dr. Stefan Sienerth und Dr. Peter Motzan vom Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Prof. Dr. Mariana Lăzărescu hob ebenso seine Tätigkeit als Übersetzer hervor.

Die Wiederaufnahme der regelmäßigen Germanistikkongresse aus der Zwischenkriegszeit, die Leitung der Goethe-Gesellschaft Rumäniens, die Herausgabe der „GGR – Beiträge zur Germanistik“ und der Publikation „Transcarpatica. Germanistisches Jahrbuch Rumänien“ sind weitere Leistungen eines langjährigen Wirkens auf dem Gebiet der Germanistik.
In seinen bekenntnishaften Dankesworten stellte der Gefeierte eine Verbindung zwischen der Donaustadt Galaţi, in der er 1944 geboren wurde, und Czernowitz, der Hauptstadt des einstigen österreichischen Kronlands, her. Sein Interesse für die Literatur der Bukowina wurde in Leipzig geweckt und daraus ergab sich schließlich der Schwerpunkt seiner germanistischen Forschungsarbeit.

Das Österreichische Ehrenkreuz ist die zweite hohe Auszeichnung, die Prof. Dr. George Guţu verliehen wurde. 2011 wurde er vom Präsidenten Rumäniens, Traian Băsescu, bereits mit dem Orden für Kulturelle Verdienste im Rang eines Ritters gewürdigt.

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