Österreichisches Know-how für Rumänien

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Gerd Bommer leitet seit August die Außenhandelsabteilung
Foto: Philipp Hochbaum

Bukarest - Schon heute sind zahlreiche Unternehmen aus Österreich am Ausbau der Infrastruktur in Rumänien beteiligt. Die Außenhandelsabteilung der österreichischen Botschaft in Bukarest wünscht sich, dass dies auch in Zukunft so bleibt – schließlich sieht der Finanzierungszeitraum für europäische Projekte von 2014 bis 2020 Maßnahmen im Wert von 9,4 Milliarden Euro vor. Der Autobahnbau auf dem 4. europäischen Verkehrskorridor – also der Weiterbau der A1 – und die Sanierung bestehender Eisenbahnstrecken stehen ganz oben auf der Prioritätenliste. Gerd Bommer, der seit August die Außenhandelsabteilung leitet, begrüßte am Montag eine österreichische Unternehmensdelegation in Bukarest. Mit im Gepäck: Der Erfahrungsschatz von 17 Firmen für die Umsetzung großer Infrastrukturprojekte, mit dem sich potentielle rumänische Geschäftspartner aus dem öffentlichen und privaten Sektor bekannt machen konnten. Werden neue Ausschreibungen tatsächlich vorgenommen, könnten Reisende also in einigen Jahren auf Wegen an ihr Ziel gelangen, die dank österreichischer Technik modernisiert wurden.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 24.10 2016, 02:41
Oesterreich ist ein schlechtes Vorbild für Rumänien und Österreich hat Rumänien bisher leider nur ziemlich ausgenutzt und gerne mit der Rum.Politmafia zu seinen Gunsten kooperiert.
Schorsch, 19.10 2016, 11:45
O ja Giftschlange, die Privatisierungen nach der Wende haben vor allem die Industrie Rumäniens plattgemacht und die Löhne auf Hungerniveau gebracht. die EU-Beitritte der neuen Länder dienten vor allem den wirtschaftsinteressen der damaligen EU-Mitglieder und ihren schwächelnden Wirtschaften. es gab ein Paradies an neuen hungrigen Absatzmärkten und Billiglohnarbeitskräften. wenn aber Schweigkofer den letzten Baum in Rumänien abgeholzt haben wird, Flüsse und Seen kaputt sind, dann wird auch Gitschlange merken, dass man Arbeitsplätze nicht essen und einatmen kann.

mit dem argument arbeitsplätze haben die ausländischen investoren in Rumänien und Osteuropa nch 1990 noch jede schweinerei in sachen arbeitsbedigungen, billiglöhne und umweltzerstörung gerechtfertigt. denken wir nur an Rosia Montana...

tatsache ist: ausländische investoren (und ihre einheimischen partner) führen sich in Rumänien und anderen Erweiterungsländern der umwelt und den Arbeitnehmern gegenüber auf, wie sie das in Deutschland oder Austria-Land nie dürften !!!

Falls Sie, Giftschlange, sich die Erhabenheit Ihrer Meiung noch von Argumenten und Fakten beeinflussen lassen, empfehle ich die Lektüre von Hannes Hofbauers Büchern zum Thema "EU-Osterweiterung" (2007) und "Die Diktatur des Kapitals" (2014) - schonungslos zutreffende Analysen darüber, wer von den Privatisierungen und Investitionen in den ehemaligen Ostblockländern profitiert hat und wer nicht...

Nokia ist übrigens seit 2011 schon nicht mehr in KLausenburg. Nach der Umsiedlung aus D-land wegen billigerer Löhne produziert man nun im Fernen Osten, die Heuschrecken-Manager haben das schnell erkannt, dass man dort noch billiger produzieren kann als im Billiglohnparadies RO. Alles klar, Giftschlange?
Peter, 19.10 2016, 11:10
@Kritiker – Ihre Aussage ist nicht ganz richtig. In Rumänien ist der Spritpreis, ohne Steuern, höher als in Österreich und das obwohl Rumänien eigene Ölquellen hat.
http://www.aral.de/de/retail/kraftstoffe-und-preise/kraftstoffpreise/preise-in-europa.html
Kritiker, 19.10 2016, 10:40
@Schorsch - die Höhe des Spritpreises hat meistens mit der Höhe der Steuern zu tun, die der Staat kassiert. Mehr wie 50% des Spritpreises sind Steuern. Vor allem die Mineralölsteuer, die vom Gewicht berechnet wird und nicht wirklich etwas mit dem Wert des Mineralöles zu tun hat. Ich gehe davon aus, dass die ÖMV in Österreich und Rumänien den gleichen Preis für Mineralöl in Rechnung stellt. Der Preisunterschied an den Zapfsäulen richtet sich nach der Höhe der Steuern. Also sollte Ihre Beschwerde korrekterweise an den rumänischen Fiskus gerichtet werden. Ich möchte hier keines falls Österreich verteidigen, aber man sollte die Dinge richtig darstellen.
Peter, 19.10 2016, 09:59
@Schorsch – Sie haben vollkommen Recht. Uns Deutschen hat ein Österreicher gereicht. In Rumänien kann man sehen was viele von denen mit ökonomischen Mitteln anrichten. Ungarn wurde, nach der Demokratisierung beim Aufbau geholfen und Rumänien wird ausgebeutet.
@giftschlange – Die Kolonialmächte haben auch in ihre Kolonien investiert und trotzdem ausgebeutet.
giftschlange, 19.10 2016, 09:45
Rumänien benötigt ausländische Investoren um seine positive Entwicklung fortsetzen zu können.
Was den Fall Schweighofer bertrifft,liegt die Hauptschuld an den zuständigen rumänischen Behörden,welche den Raubbau an den Wäldern zugelassen hat.Es ist aber unbestritten,dass die Investoren aus Österreich,stets ihren Verpflichtungen nachgekommen sind und damit einen großen Beitrag zur Entwicklung des Landes beigetragen haben.Herr Schorsch dürfte bei seiner Kritik vergessen haben,dass damit auch 1000sende Arbeitplätze erhalten und neu geschaffen wurden.Falls aber Herr Schorsch über soviel Geld verfügen sollte,dass er diese Investoren ersetzen könnte,fordere ich ihm aiuf,dieses in Rumänien ztu investieren.
Schorsch, 19.10 2016, 09:19
O ja, Österreich mischt kräftig mit bei der Umwandlung der "rumänischen Infrastruktur". Nachdem man sich den sogar finanzmäßig größeren PETROM-Konzern für 4,3 Mrd. Euro unter den Nagel gerissen hat und seither Sprit in Rumänien teurer verkauft als in Österreich ist OMV auf ewig profitmäßig gesichert. Zulasten der rumänischen Autofahrer, die bei OMVPetrom nun in RO mehr zahlen als bei OMV in "Felix Austria". Oder ging es hier um die Infratstrukturmaßnahmen des österreichischen Waldkillers Schweigkofer, der von Mühlbach aus sich vorgenommen hat, den rumänischen Wald vollständig plattzumachen, abzuholzen und profitmäßig zu vermarkten - mit nachhaltigstsen Schäden für den gesamten Ökologiehaushalt Rumäniens...??? Aber hauptsache, den Öschi-Investoren geht es profitmäßig gut.Der rumänische Wald war jedenfalls vor solchen Profitgeiern unter Ceausescu besser geschützt als heute.

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