Offene Türen in Heltau

Evangelische Kirchengemeinde feierte den Beginn des Kulturjahres 2012

Mittwoch, 20. Juni 2012

Stadtpfarrer László-Zoran Kézdi (re.) lud im Kirchhof zur Besichtigung der Fotoausstellung. Foto: Holger Wermke

Heltau - Am vergangenen Sonntag öffnete die evangelische Gemeinde in Heltau/Cisnădie wieder die Tore ihrer Kirchenburg. Der Tag der offenen Tür markierte den Beginn des Kulturjahres, das 2012 unter dem Motto „Schein oder Sein“ steht. Stadtpfarrer László-Zoran Kézdi hatte zusammen mit den jungen und älteren Gemeindemitgliedern ein kulturelles Programm für diesen Tag zusammengestellt, so wie es seit 2007 schon zur kleinen Tradition geworden.

Der Festgottesdienst war an diesem Tag gleichzeitig der Schulabschlussgottesdienst. Rund 100 Gemeindemitglieder aus Heltau und der Nachbargemeinde Michelsberg/Cisnădioara erlebten ein zu großen Teilen von Kindern und Jugendlichen des Gustav-Gündisch-Gymnasiums gestaltetes Gottesdienstprogramm. So hatte Erzieherin Juliane Henning mit Schülern der 4. Klasse eine kleine Theaterinszenierung einstudiert. Später stellten die Mitglieder der Jugendgruppe der Gemeinde die Geschichte von Christophorus dar, während Kézdi die entsprechende Bibelstelle vorlas.

Nach dem Gottesdienst lud die Gemeinde zu Hanklich, Kaffee und Wein in den Burghof. Im Schatten der Kirche hatten ein Dutzend Musiker des Hermannstädter Blasmusikensembles „Sunetul Muzicii“ unter Leitung von Viorel Mailat ihre Instrumente aufgebaut und spielten flott volkstümliche bis jazzige Lieder. Auch eine Ausstellung gab es wieder: Der Hermannstädter Pressefotograf Sebastian Marcovici, der unter anderem für die Hermannstädter Zeitung arbeitet, zeigt auf zehn großformatigen Plakaten Fotografien zum Motto des Kulturjahres – darunter das Foto des Jahres 2011 mit Staatspräsident Traian Băsescu inmitten von Priestern.

Fotos gab es ebenfalls im Nordturm der Kirche zu sehen. Jugendliche hatte ihre Kamera genommen und zum Kulturjahr-Motto Fotos geschossen – von Menschen, Kirchenruinen und Landschaften. Die Aufnahmen enstanden im Rahmen eines Wettbewerbes - insgesamt 38 Fotos umfasste die Ausstellung. Nachdem die Gemeindejury sich für kein Gewinnerfoto entscheiden konnte, durften die Besucher für Lieblingsmotiv abstimmen. Der Gewinner erhält 400 Lei.

Später am Abend stellte Volker Wollmann im Kultursalon der Kirchenburg sein Buch „Patrimoniul preindustrial şi industrial în România“ vor. Nach dem anschließenden Orgelkonzert von Gemeindekantor Remus Henning schlossen sich am Samstag die Türen.

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