Offizielle Eröffnung der Donaubrücke Calafat–Widin

Premierminister und EU-Kommissar Johannes Hahn dabei

Samstag, 15. Juni 2013

Die Donaubrücke Calafat–Widin ist zwei Kilometer lang und gehört zum Paneuropäischen Korridor IV, der Thessaloniki mit Dresden verbindet. Die Brücke verfügt über ein Eisenbahngleis sowie in jeder Richtung über zwei Fahrstreifen für den Autoverkehr. Foto: Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Für gestern Nachmittag war die Eröffnung der Donaubrücke Calafat–Widin angesetzt. Zu diesem Zweck war der EU-Kommissar für Regionalentwicklung, Johannes Hahn, in Bukarest eingetroffen.

Zusammen mit Premier Victor Ponta war dieser zunächst in Turnu Măgurele beim Beginn der Arbeiten an den Zivilbauten des Projekts Laser ELI-NP dabei, ein großangelegtes wissenschaftliches Vorhaben, das mit EU-Geldern verwirklicht wird. Ponta und Hahn gaben im Victoria-Palais Presseerklärungen ab.

Rumänien und Bulgarien hatten das Protokoll zur Errichtung der Brücke im Jahr 2000 unterzeichnet, effektiv begonnen hat der Bau aber erst im März 2008. Bisher hatte es zwischen Rumänien und Bulgarien nur die Brücke Giurgiu – Russe aus dem Jahr 1954 gegeben. Bei Calafat war ein Fährenverkehr zum anderen Ufer eingesetzt. Die neue Brücke wird von einer gemischten rumänisch-bulgarischen Gesellschaft betrieben, die Maut wurde festgesetzt und beginnt bei 6 Euro für Pkw. Es besteht der Vorschlag, dass die Brücke in diesem Juni gratis benützt werden darf.

Die rumänischen Transporteure sind der Ansicht, dass die Brücke bei Calafat - Widin ein Gewinn für alle ist. Von hier aus führe auch eine erneuerte Landstraße die Donau entlang über Drobeta-Turnu Severin nach Westen. Dieser Weg durch Rumänien ist um 231 Kilometer kürzer als der bisherige.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 17.06 2013, 17:06
.Lieber Gerd ich könnte es nicht anders formulieren. Stimme dir 100% zu. Die jungen werden aber leider furchtbar von den alten Seilschaften ausgebremst. Nur wenn sie ins Ausland gehen haben die fähigen Leute eine Chance. Dann bleibt aber zu hause de alte trott.Vielleicht zeigen die Bulgaren, ist übrigens auch ein sehr schönes Land, den Rumänen wie Qualität gemacht wird. Die Ecke um Vidin wird sicher einen starken Aufschwung erleben
Gerd, 17.06 2013, 16:51
Leider ist es nicht nur Ponta der keine Zusammenhänge begreift....und das mit den eigenen Taschen-nur zu wahr.Wenn ich daran denke wo dieses doch so schöne Land stehen könnte wenn es von fähigen Politikern regiert würde....Ich bin Deutscher und lebe hier mit meiner rumänischen Frau.Abgesehen von der doch sehr anderen Mentalität kann man bei vielen Dingen nur den Kopf schütteln, dabei können die Rumänen schon wenn sie entsprechend geführt und an die Hand genommen werden.Leider ist ja der Gammeltrott von "oben" GEWOLLT und von sich aus bekommen sie den Finger nicht aus dem A...., liegt auch in der jahrhunderte langen Geschichte begründet.Man kann nur hoffen, das die jüngeren Generationen durch äußere Einflüsse, über die neuen Möglichkeiten auch des Internets und des kennen lernen andere Länder sich nicht mehr alles gefallen lässt und ein neues Bewusstsein entwickelt.
Ottmar, 17.06 2013, 16:36
Lieber Gerd die Brücke nach Ruse wird auch ganz gut gewartet. Die Bulgaren sind die Preussen des Balkan was die Ordnung und die Durchführung von Wartungsmassnahmen angeht. Die Bücke von VIDIN wird sicher auch von Bulgaren gewartet werden, dann ist das auch in Ordnung.
Beim Autobahnring um Ploesti hat gerade nach 2,5 Jahren eine von Rumänen gebaute Brücke den Geist aufgegeben. Muss erneuert werden. So viel zu rum. Qualität.
Dass Ponta keine wirtschafts- und Soziapolitischen Zusammenhänge begreift zeigt doch das Stehlen seiner Dissertation. Der konnte doch nur abschreiben sonst ist er zu dumm. Die Anbindung Südwestrumäiens hätte schon vor 10 Jahren erfolgen können und zwar über Serbien/Kroatien. Aber da war der Doktorvater von Ponta an der Regierung und der ist auch zu dumm um so etwas zu erkennen. Die erkennen nur wenn es für dei Eigene Tasche von Vorteil ist
Gerd, 17.06 2013, 16:10
Würde gern mal wissen wer für die Wartung und Instandhaltung verantwortlich ist.....wenn eine Brücke dieser Bauart nicht ständig gewartet wird dann geht es ganz schnell und sie ist nicht mehr sicher....für Ponta war ws ja sowieso eine sinnlose Investition, so ein Idiot.
Ottmar, 15.06 2013, 23:42
Lieber Alexander wenn die Deutschen den Rumänen das Geld in den Rachen werfen, dann werden die sich doch hüten irgend etwas zu machen. Sie kriiegen das ja eh und arbeiten müssen sie nicht dafür. Für die Brücke hat Rumänien kein Geld gegeben. deren Aufwände waren nur die Strassenanbindung, die aber wiederum von der EU bezahlt. Und für diese nicht fertige Strassenanbibdung verlangt der Rumänische Staat auch noch Vignettengebühr. In Rumänien musst die für feldwege eine Vignette kaufen.
Alexander, 15.06 2013, 04:40
Das hört sich bei tagesschau.de aber ganz anders an ... Ausstehende Zahlungen an die Baufirma sorgen dafür, dass nur alte Dieselloks über die Brücke rumpeln; lange hat der Bau gedauert - noch länger wird es dauern, bis die Brücke auch auf angemessenen Straßen zu erreichen sein wird, mit weiterem Geld von der EU ... Eben Infrastrukur ala Rumänien und Bulgarien ... da fragt man sich doch: Können Rumänen eigentlich nichts anderes alleine bauen außer Villen, Konsum- und Kirchentempel? Auch die alte Donaubrücke entstand mit fremder Hilfe. Dabei sollte eine gute Infrastruktur doch das ureigenste Interesse jedes Rumänen sein.

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