Oktoberfest, Kaiserschmarrn und Deftiges

München ist eine kulinarische Reise wert

Freitag, 26. Juli 2013

Ein vielleicht nicht so bekanntes Reiseziel für eine kulnarische Reise ist München. Und doch begeistert die Landeshauptstadt Bayerns - vor allem im Herbst zur Wiesn-Zeit - Millionen von Besuchern aus aller Welt. In den Zelten der verschiedenen Brauereien genießen Touristen dann zusammen mit Einheimischen das Wiesn-Märzen, ein spezielles Bier mit mehr Stammwürze und damit auch höherem Alkoholgehalt. Zum Essen gibt‘s neben der authentischen Münchner Weißwurst mit Brezn und süßem Senf auch Wiesnhendl, Schweinshaxn und mehr. Ein Highlight für Naschkatzen sind die mit Schokolade überzogenen, glasierten Früchtespieße, die bei den Ständen außerhalb der Zelte feilgeboten werden...

Doch das größte Volksfest der Welt ist nicht der einzige Anlass, um nach München zu reisen. Neben attraktiven Shopping-Möglichkeiten bietet die Stadt auch eine traditionelle Küche mit Geschichte, ergänzt durch eine Vielzahl leckerer Biere, vom süffigen, naturtrüben Hefeweizen bis zum malzigen, tiefschwarzen Starkbier nach alter Brautradition des Klosters Andechs, das heute noch zu diesem Zwecke besucht werden kann.

Traditionelle bayerische Küche: viel Fleisch

Vor etwa zweihundert Jahren war Fleisch öfter auf dem Tisch der Stadtbewohner als in ländlichen Gebieten. Die bayerische Küche weist in kulinarischer Hinsicht Gemeinsamkeiten mit der österreichischen auf. Kaiserschmarrn, eine ursprünglich österreichische Nachspeise, war nicht nur für Kaiser Franz Joseph ein Schmankerl. Die karamellisierten, mit Staubzucker bestreuten und traditionell mit Zwetschkenröster servierten Pfannkuchenstücke finden auch bei den Bayern Anklang. Pfannkuchen- und Leberknödelsuppe sind nur zwei von vielen Suppen, die man in Bayern wie in Österreich verspeist.

Leberkäs, eine verbreitete Brühwurstsorte, ist in der Semmel mit Senf eine typische Brotzeit zwischen Frühstück und Mittagessen. Am Nachmittag verspeist der Bayer zur selbigen vor allem Blauschimmelkäse, Brezn, Kartoffelsalat, Radi, Radieserl oder den berühmten Obazdn – eine pikante  Käsecreme, mit Zwiebeln oder frischem Schnittlauch bestreut, dazu Radieschen, Roggenbrot oder Brezen. Auf den Biergartentisch passt im Sommer ein kühles Hefeweizen Weißbier dazu. Auf Franziskaner und Paulaner Weißbier sind die Münchner besonders stolz.

Sollten Salate nicht etwas Leichtes sein? Beim Bayerischen Wurstsalat ist dies nicht der Fall. Krautsalat oder Bayerischer Kartoffelsalat wird gerne mit Schweinefleisch gegessen. Schweinshaxen werden aber auch mit (Semmel)Knödel neben dem Krautsalat serviert. Was für manche makaber klingt, ist für andere eine Delikatesse: Spanferkel werden meist im Ganzen am Spieß gegrillt. Das Fleisch ist bei den jungen, noch gesäugten Tieren besonders zart und mild im Geschmack.

Schlemmern in München – ein paar Tipps

Im Wirtshaus „Weinkeller“ kann man gut Fleisch essen: Münchner Domschnitzel vom Schwein im knusprigen Brezenmantel, Backhendln, mal im schwereren Brezenmantel, mal in einem leichten aus Kürbiskernen. Die Küche ist bayerisch mit kleinen Abschweifungen ins Schwäbische und Österreichische, oft bei Preisen unter 10 Euro.

Das Augustiner Wirtshaus „Ewiges Licht“ strahlt vor bayerischem Ambiente und auch die Portionen sind nicht die kleinsten: Die Holzfällersteaks sind eine Herausforderung selbst für richtige Holzfäller, geschweige denn für feine Büro-Münchner. Da muss doch gleich eine Maß Augustiner Helles vom Fass als „Gleitmittel“ herhalten!

Ein weiteres Augustiner-Wirtshaus, „Die Schwalbe“, und zwar eins mit Innenhof-Biergarten, sorgt im Sommer für familäre Stimmung. Im Nebenraum verspricht eine Kegelbahn Bowling-Spaß – falls einem das Biergartenwetter einen Streich spielt.

 Viele meinen, in der Gaststätte „Großmarkthalle“ im gleichnamigen Gebäude gäbe es die besten Weißwürste der Stadt. 

Sogar Hamburger können einen bayerischen Flair abbekommen: Bavarian Burger  – mit Krautsalat, Speck und Spiegelei – im „Ysenegger“ für knapp 5 Euro während der „Burger Happy Hour“.
Wer traditionelle Schmankerl und Starkbier in uriger Atmosphäre liebt, sollte unbedingt im Biergarten des Klosters Andechs einkehren. Ein leichter Fußmarsch von der S-Bahnstation Herrsching quer durch die Natur läßt den richtigen Appetit dafür aufkommen!

Schwammerzeit und Spargelsaison

 Obwohl die bayerische Küche vor allem deftige Fleischgerichte kennt, kommen auch feine Gourmetgaumen  auf ihre Kosten – entweder, wenn es um Wild geht, oder im Herbst,  zur „Schwammerlzeit“, wenn viele Gaststätten Gerichte und bunte Salatteller mit köstlichen Pifferlingen anbieten.  Beliebt ist München aber auch im Frühling, wenn  überall frischer Spargel auf den Speisekarten steht. Am 11. April findet am Viktualienmarkt jedes Jahr der symbolische Spargelanstich statt. Dann heisst es „Ogspargelt is! Bis zum Johannitag am 24. Juni kann  der Schweinshaxn-verwöhnte Münchner dann endlich mal vegetarisch schlemmen. Mit Bechamelsoße oder Ei und Speck –  na, im Diäthalten sind die Bayern wirklich keine Experten...

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 26.07 2013, 13:18
Aber Schmarrn wie der Baier sagt muss deswegen auch nicht geschrieben werden. Oder ist das das Niveau der Recherche der ADZ - Schreiberlinge
Siegrid, 26.07 2013, 12:26
Nur nicht aufregen bei der Gluthitze!
Fernando hat München halt zum Fressen gern. So was soll das Sommerloch stopfen und hat keinen wesentlicheren Anspruch. So was kann man überlesen oder noch besser ignorieren.
Ottmar, 26.07 2013, 11:56
Ich bin Münchner und meine Verwandten leben und lebten seit mehr als 100 Jahren in München dabei ich habe noch nie so einem Mist und eine so oberflächliche Recherche über die Hauptstadt Oberbayerns gelesen. Der Autor war wohl noch niemals wirklich in München und hat alles, was er so über München zusammengetragen hat, irgendwo abgeschrieben und hat dabei aber jede Menge falsch abgeschrieben. Das mit dem Abschreiben ist ja in Rumänien sehr gut verbreitet und da kann der Autor dieses Mistartikels hervorragend mit dem Ministerpräsidenten des Landes Rumänien „ Dr. plagiatului Ponta“ konkurrieren. Wenn der Autor was über München wissen will, erkläre ich ihm das einmal gerne. Hochachtungsvoll Ottmar

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