Oltchim-Debakel geht in die nächste Runde

Premier erklärt Privatisierung des Chemiewerks für gescheitert

Mittwoch, 26. September 2012

Bukarest (ADZ) - Nachdem sich Skandalmoderator Dan Diaconescu am Montag, angeblich wegen  „zahlreicher Mankos“ im Oltchim-Privatisierungsvertrag, schlichtweg weigerte, diesen formell zu unterzeichnen, erklärte Premier Ponta die Privatisierung des maroden Chemiewerks für gescheitert.

Er habe geahnt, dass Diaconescu die Summe nicht aufbringen könne, ein neuer Privatisierungsanlauf werde 2013 erfolgen, so Ponta. Analysten werteten seine Aussage als unbedacht – Diaconescu habe immerhin fast eine Woche Zeit, um die nötigen 45 Mio. Euro aufzutreiben. Letzterer sorgte derweil mit einer überraschenden München-Reise für Wirbel: Medienspekulationen zufolge dürfte er entweder mit dem geheimnisvollen Großinvestor zusammentreffen, den er für Oltchim herangezogen haben will, oder versuchen, das Geld sonstwie aufzutreiben.

Zudem werden immer mehr Ausschreibungsdetails bekannt, wobei Premier Ponta, Wirtschaftsminister Chiţoiu und der Chef der Privatisierungsbehörde für die Industrie, Remus Vulpescu, in die Bredouille geraten. So stellte sich heraus, dass Diaconescu als natürliche Person mitgeboten hatte, weil in der Ausschreibung keine Vorgaben bezüglich Bonität des Bieters bzw. Bankgarantien vorgesehen waren. Ponta bestellte am Montag Wirtschaftsminister Chiţoiu zu sich. Die PDL forderte angesichts des Privatisierungsdebakels Pontas sofortigen Rücktritt.

Kommentare zu diesem Artikel

Herbert, 26.09 2012, 16:12
Helmut - bitte lesen Sie den Artikel genau. Da steht doch im letzten Absatz, dass unter anderem Ponta für diese dilettantische Ausschreibung verantwortlich war. Wieso bin ich da ein Wahrsager?
Helmut, 26.09 2012, 13:20
Der Herbert spielt schon wieder Wahrsager.Herr Ponta hat von Anfang richtig erkannt ,daß dieser Diaconescu ein Lump ist(es gilt die Unschuldsvermutung) .Die PDL soll lieber ganz ruhig bleiben,die Fehler und Gaunerein die während ihrer Regierungszeit passiert sind,haben Rumänien den größten Schaden zugefügt.Falls Herr Chitoiu bei der Ausschreibung fahrlässig gehandelt hat,muß er daraus die Konsequenz ziehen.Ein Rücktritt wäre angebracht,schon aus Vernuft.Fehler können gemacht werden,aber die USL muß sie dann offen zu geben und daraus die Lehren ziehen.
Herbert, 26.09 2012, 11:46
So wie es scheint gelingt der Regierung Ponta überhaupt nichts! Diese Privatisierung wurde sehr dilettantisch vorbereitet.

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