Omniasig wird eines groß angelegten Betrugs verdächtigt

Unternehmen leitet auch interne Untersuchung ein

Freitag, 16. Mai 2014

Bukarest (ADZ) - Am Mittwoch fanden an 49 Omniasig-Standorten in ganz Rumänien Hausdurchsuchungen statt. Rund 100 Polizisten und der rumänische Geheimdienst waren an der Aktion beteiligt. Im Visier der Staatsanwaltschaft befinden sich der Generaldirektor sowie 40 Direktoren – alle Filialleiter und Verkaufsdirektoren – der Gesellschaft. Gegen sie wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Fälschung bei mehr als einer Million Versicherungsverträgen ermittelt. Der Schaden belaufe sich auf mehrere Millionen Lei.

Laut Angaben von Omniasig-Vertretern in Bukarest und von VIG-Konzernpressesprecher Alexander Jedlicka in Wien handelt es sich um Haushaltsversicherungspolicen, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 ausgestellt wurden. Dabei gehe es auch um die Klärung der Frage, ob diese dem PAD-System (Pflicht-Katastrophenversicherungen) entsprechen, so Jedlicka.

„Unsere Gesellschaft wird vorbehaltlos mit den Behörden zusammenarbeiten und alle geforderten Dokumente und Informationen zur Verfügung stellen. Zusätzlich wurde eine interne Untersuchung eingeleitet“, hieß es in einer Pressemitteilung der rumänischen Versicherungsgesellschaft. Omniasig ist Teil der österreichischen Vienna Insurance Group (VIG) und gehört zu den größten Versicherern Rumäniens. Zur VIG – Marktführer in Rumänien – gehören zusätzlich noch Asirom und „BCR Asigurări de Viaţă“ (BCR Lebensversicherungen).

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