OP-Premiere im Temescher Kreiskrankenhaus

Freitag, 03. März 2017

Temeswar – Hand in Hand mit den Chirurgen – der Da-Vinci-Roboter half neulich, einen Tumor zu entfernen. Dies war eine absolute OP-Premiere für die Temeswarer Klinik, die seit 2015 das roboterassistierte Chirurgiesystem, genannt Da-Vinci-Operationssystem, besitzt. Dem Patienten, einem 64-jährigen Mann aus der Temescher Ortschaft Bethausen, wurde durch diese OP ein Speiseröhrentumor entfernt. Die OP wurde von den Chirurgen Ciprian Duţă und Dan Brebu durchgeführt, allerdings konnten die Fachärzte eine zusätzliche helfende „Hand“ bekommen. Von der Steuerkonsole des Da-Vinci-Chirurgiesystems steuerten die Ärzte die Instrumente mit den Armen des Roboters im Körper des Patienten. Durch das moderne Gerät kann man in zehnfacher Vergrößerung sehen, wie das Skalpell durch das Gewebe fährt. Anhand dieses Systems konnte die OP durch kleine und wenige Schnitte erfolgen.

„Die klassische OP hätte die Öffnung des Thorax´ und des Bauches und somit eine umfangreiche und schwere Arbeit vorgesehen“, sagte Prof. Dr. Lazăr Fulger, der Leiter der Chirurgieklinik innerhalb des Temescher Kreiskrankenhauses, der Presse gegenüber. Das Operationssystem für das Temescher Kreiskrankenhaus wurde 2015 mittels eines EU-Projekts in Wert von 4 Millionen Euro erworben. Durch dieses Projekt werden auch die Kosten verschiedener Operationen getragen und die medizinische Forschung finanziert. Über 70 chirurgische Eingriffe wurden bisher mit dem Da-Vinci-Chirurgiesystem durchgeführt. Eine roboterassistierte OP kostet zwischen 2000 und 3000 Euro, wobei eine klassische Operation zwischen 400 und 500 Euro kostet. Die Da-Vinci-Operationstechnik steht für die modernste Entwicklung auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie.

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