Ortrun Rhein zur Botschafterin Hermannstadts ernannt

Auf dem Stehempfang im Bürgermeisteramt hatten die Zwecke des Kinderhospizes Vorrang

Mittwoch, 05. Dezember 2018

Die Schwächsten bestimmen das Niveau. Wer ihnen hilft, leistet der gesamten Gesellschaft unschätzbare Hilfe. Unter allen Hilfeleistenden landesweit ist Ortrun Rhein mit an erster Stelle zu nennen. Foto: Klaus Philipp

Hermannstadt – Am Montag wurde im Innenhof des Bürgermeisteramtes Hermannstadt/Sibiu auf Einladung des lokalen Vereins für Stadtverschönerung (Asociația pentru înfrumusețarea orașului Sibiu, AIOS) ein Stehempfang zu Ehren von Ortrun Rhein, Leiterin des ebenfalls lokalen Vereins „Dr. Carl Wolff“ und neu ernannte Trägerin der Ehrenwürde „Hermannstädter Botschafterin“, ausgerichtet, an dem sich Bürgermeisterin Astrid Fodor und der Vorsitzende des gastgebenden Vereins AIOS, Tudor Popa, in vorderster Reihe beteiligten. Tudor Popa führte an, dass der Verein AIOS die Ehrenwürde des „Hermannstädter Botschafters“ vor sechs Jahren erstmals vergeben hatte, wonach Astrid Fodor Ortun Rhein in kurzen Sätzen als eine „richtige Person am richtigen Ort“ beschrieb, die zudem „für ihre Leistungen weder Ehrerbietungen noch Gegenleistungen erwarte“.
Ortrun Rhein, die als Leiterin des Hermannstädter Altenheimes „Dr. Carl Wolff“ und des gleichnamigen Hospizes für palliative Kinderbetreuung auf lokaler und regionaler Ebene wertvollste humanitäre Dienste leistet, gab an, dass „der Wert einer Stadt vor allem auch an dem Lebensstandard gemessen wird, der den vom Schicksal hart getroffenen Menschen zugänglich ist“. Mehr als zwei volle Jahre liegt die feierliche Eröffnung des stationären Betriebes am Kinderhospiz „Dr. Carl Wolff“ zurück, das landesweit als einzige ausschließlich für Kinder erbaute medizinische Palliativstation gilt. Ortrun Rhein ist sich der Tatsache bewusst, dass die Aktivität des Kinderhospizes nur einen winzigen Bruchteil der überregional erforderlichen Hilfestellungen erfüllen kann. Doch gibt sich die Leiterin des „Dr. Carl Wolff“-Vereins zuversichtlich: „Die unheilbar an Krebs erkrankten Kinder und deren Familien benötigen dringende Unterstützung für die Integration der Normalität in ihrem Alltag.“ Nicht zuletzt äußerte die diesjährige Trägerin der vom Verein AIOS gestifteten Hermannstädter Botschafterwürde, dass „jeder von uns Anwesenden lokaler Botschafter werden kann“. Auf der Namensliste der bisherigen Botschafterwürde Hermannstadts stehen das Ehepaar Lia und Dan Perjovschi, der Journalist und aktuelle Botschafter Rumäniens in Berlin, Emil Hurezeanu, und Thomas Gerlach, ehemaliger Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt.
Einen künstlerischen Anteil des Stehempfanges stellten etliche von Zahnmedizinerin Oana Bogorin-Presdescu auf Leinwand angefertigte Acryl-Gemälde dar, die rings um den Ort der Veranstaltung ausgestellt waren. Die Exponate zeigten Ansichten der Hermannstädter Innenstadt sowie Häuserfassaden und einzelne Dorfzeilen des Hermannstädter ruralen Umlandes. Den musikalischen Teppich der Begegnung bestritt ein aus den Musikerinnen Raluca Sfîriac, Ioana Surdea (Violine), Terez Mihaly (Viola) und Anca Demian (Violoncello) gebildetes Streichquartett, das zahlreiche beliebte Titel wie den Jazz-Walzer von Dmitri Schostakowitsch oder den „Libertango“ von Astor Piazolla interpretierte. Bei erlesenen Häppchen fand der vom Verein AIOS ausgerichtete Empfang seinen Ausklang.
Die nächste Gelegenheit, dem Verein „Dr. Carl Wolff“ finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, steht kurz bevor. Am Sonntag, dem 9. Dezember, führen die Frauen vom Deutschen Wirtschaftsklub Siebenbürgen (DWS) von 10 bis 13 Uhr im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH), Sporergasse/str. General Magheru 1-3, eine reguläre Wohltätigkeitsveranstaltung unter dem Motto „Kaffee trinken für einen guten Zweck“ durch.

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