Ostermessen im Hohen Dom

Von Palmsonntag bis Ostermontag

Samstag, 19. März 2016

 Temeswar - Am Sonntag, dem 20. März, wird der Palmsonntag gefeiert: Dieser Tag (lateinisch Dominica in Palmis de Passione Domini für die römisch-katholische und Palmarum für die evangelische Kirche) ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Damit beginnt die Karwoche, in der evangelischen Kirche „Stille Woche“ genannt. Zum Palmsonntag zelebriert Bischof Martin Roos um 10 Uhr im Hohen Dom ein Pontifikalamt (die einzige hl. Messe am Vormittag). Das heute gelesene Evangelium wird aus dem Text des hl. Lukas entnommen und beinhaltet den „Leidensweg unseres Herrn”, bekannt auch unter der Bezeichnung Passion. Ein ähnlicher Text wird auch am Karfreitag gelesen und stammt aus dem Johannesevangelium. Den musikalischen Teil der Messe bestreitet der Chor „Exultate“ unter Leitung des Dirigenten Robert Bajkai-Fabian. Eine wichtige christliche Tradition am Palmsonntag ist die Palmweihe oder die Segnung der Zweige, die im Hof des Bischofspalais stattfinden wird. Danach folgt die Prozession des Klerus und der Gläubigen vom Innenhof des bischöflichen Palais zur Domkirche. Um 17.30 Uhr findet im Hohen Dom eine Pontifikalvesper mit Beteiligung des Domkapitels statt. Um 18 Uhr folgt eine Messe in rumänischer Sprache. Wie stets in der Karwoche finden die Messen bis einschließlich Mittwoch, den 23. März, nach dem gewohnten Programm statt. Am Donnerstag, dem 24. März, dem Gründonnerstag, findet um 10 Uhr die Chrisammesse mit der Ölweihe (für Taufe, Kranke und Priesterweihe) statt. Während dieser von Diözesanbischof Roos zelebrierten Messe wird die Priesterschaft der Diözese Temeswar ihre bei der Priesterweihe abgelegten Weiheversprechen erneuern. Die folgende heilige Messe, die an das Letzte Abendmahl erinnert, wird um 19 Uhr von Bischof Roos zelebriert. Im Rahmen dieser Messe wird der Bischof traditionsgemäß die Füße von zwölf Männern waschen. Es folgt eine eucharistische Anbetung, manchmal auch Ölbergstunde genannt. Für den musikalischen Teil der Messe sorgt der Chor-„Exultate“ unter der Leitung von Robert Bajkai-Fabian, auch Organist der Domkirche. Freitag, am 25. März, dem Karfreitag, wird um 15 Uhr, wie jedes Jahr, die Feier der Leiden und des Sterbens Jesu Christi zelebriert. Dieses Officium ist eigentlich keine hl. Messe, sondern eine einzigartige Feier im Kirchenjahr. Sie enthält mehrere Teile: die Prosternatio, ein stilles Gebet, ganz am Anfang der Feier, der Wortgottesdienst, die großen-Karfreitag-Fürbitten, die Anbetung des hl. Kreuzes durch Bischof, Klerus und Gläubigen und der Empfang der hl. Kommunion. Nach der Feier folgt die Anbetung der hl. Eucharistie durch die Gläubigen, am hl. Grab, eine der Länder der ehem. K.u.K.-Monarchie spezifische Tradition. Die Domkirche wird bis 21 Uhr offen bleiben. Auch am Karfreitag ist Bischof Martin Roos der Hauptzelebrant. Für Karsamstag, den 26.März, ist ebenfalls keine heilige Messe vorgesehen. Um 22 Uhr ist am Domplatz die Ostervigil anberaumt, die mit der Weihe des Feuers beginnt. Dieser folgen in der Kathedrale der Wortgottesdienst, die Weihe des Wassers und die Eucharistiefeier. Abschließend findet am Domplatz die Auferstehungsprozession statt. Hauptzelebrant dieses Tages ist Bischof Roos. Musikalisch untermalt werden die Zeremonien vom „Exultate“-Chor. Am Ostersonntag, dem 27.März, wird um 10 Uhr, im Hohen Dom zu Temeswar das Pontifikalamt des Osterfestes von Diözesanbischof Martin Roos zelebriert. Für den musikalischen Teil sorgen der Chor und das Orchester der Kathedrale unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Kindl, dem Kapellmeister der Kathedrale, unter Beteiligung des Univ.-Prof. Dr. Johann Fernbach und anderen Temeswarer Musiker. Um 17.30 Uhr ist eine Pontifikalvesper mit Beteiligung des Domkapitels anberaumt. Um 18 Uhr wird eine Messe in rumänischer Sprache gefeiert. Die Messen im Hohen Dom am Ostermontag, dem 28.März, werden nach dem gewöhnlichen Sonntagsprogramm abgehalten, um 9 Uhr in ungarischer, um 10 Uhr in deutscher, um 11.30 und um 18 Uhr in rumänischer Sprache.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*