Osteuropa belastet österreichische Erste Bank

Risikovorsorge in Rumänien und Ungarn nach oben geschraubt

Donnerstag, 03. Mai 2012

Bukarest (dpa/ADZ) - Die österreichische Bank Erste Group kämpft weiter mit großen Problemen in Osteuropa. So musste die Risikovorsorge in Rumänien und Ungarn um 174,2 Millionen Euro nach oben geschraubt werden, wie das Unternehmen in Wien mitteilte. Konzernweit sei die Belastung aus möglichen Kreditausfällen im ersten Quartal um 26 Prozent auf 580,6 Millionen Euro geklettert. Zudem fiel das Handelsergebnis schwächer als im Vorjahr aus.

Unter dem Strich verdiente die Erste Group im ersten Quartal mit 346,5 Millionen Euro acht Prozent mehr als vor einem Jahr und mehr als von Experten prognostiziert. Dies war allerdings nur auf den Rückkauf von eigenen Anleihen zurückzuführen, da diese in der Krise deutlich unter ihren Buchwert gefallen sind.

2011 war die Bank vor allem wegen der Probleme in Ungarn und anderen osteuropäischen Ländern sowie wegen Abschreibungen auf Staatsanleihen tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Rumänien-Tochter BCR hinterließ im ersten Quartal 2012 einen Verlust von 72,2 Millionen Euro aufgrund der hohen Kreditabschreibungen. In Ungarn lag der Verlust der dortigen Tochter bei 81,8 Millionen Euro. Rot bilanzierte auch die Ukraine-Bank mit 8,2 Millionen Euro Nettoverlust. Die Ableger in Tschechien, Serbien und Kroatien bilanzierten leicht positiv. Mit den Kernmärkten Österreich, Slowakei und Tschechien zeigt sich die Konzernführung sehr zufrieden.

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